Landes­koordinierungs­stellefür Sucht­vorbeugungin NRW

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Kokain

Kokain ist ein weißes, kristallines, bitter schmeckendes Pulver. Es ist der Suchtstoff, der aus den Blättern des Kokastrauchs (Erythroxylum coca) gewonnen wird. Diese Blätter enthalten etwa 1% Kokain. In verschiedenen Darreichungsformen wird er auch Koks, Coke, Crack, Rocks, Lady oder Schnee genannt.
Die Blätter des Kokastrauchs wurden schon von den Inkas gekaut bzw. in Form von Tee getrunken. Für sie galten die Blätter seit jeher als leistungssteigerndes hunger- und durststillendes Mittel. Auch heute noch konsumiert die Anden-Bevölkerung die Blätter als Alltagsdroge.

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Einnahme und Wirkung

Der Wirkstoffgehalt von Kokain unterliegt starken Schwankungen und liegt zumeist zwischen 20% und 80%. Kokain kann auch mit Koffein, Speed, Milchzucker etc. gestreckt sein.
Der Kokainkonsum wird auch als Koksen bezeichnet. Meist wird das Pulver geschnupft, seltener gespritzt. Beim Schnupfen oder Sniefen ("ziehen") wird eine "Line" mit Hilfe eines gerollten Geldscheins oder Röhrchens durch die Nase eingezogen. Kokain wird aber auch gespritzt, geschluckt oder geraucht. Die Wirkung von Kokain ist je nach Art des Konsums unterschiedlich: Gespritztes Kokain wirkt stärker als z.B. geschnupftes, ebenso ist die Suchtgefahr und die Gefahr einer Überdosierung erhöht.

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Akute Gefahren und langfristige Gesundheitsschäden

Zu hohe Kokaindosierungen können zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Störungen und zum Tod durch  Herzversagen und Atemstillstand führen. In Kombination mit Alkohol erhöht sich diese Gefahr. Aufgrund von Selbstüberschätzung der Konsumierenden sind auch gefährliche Kurzschlusshandlungen möglich.
Bei länger anhaltendem Konsum kann es zu Persönlichkeitsveränderungen kommen. Durch die Unterdrückung des Hungergefühls kann es zu Gewichtsverlust kommen.

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Zahlen zum Konsum

Der Anteil derjenigen, die mindestens einmal in den letzten 12 Monaten Kokain konsumiert haben, beträgt 0,2% bei den 12- bis 17-Jährigen und 0,8% bei den 18- bis 64-Jährigen (BZgA 2012; Kraus et al. 2014). Der hohe Preis des Kokains hatte zunächst dazu geführt, dass überwiegend einkommensstarke Personengruppen diese Droge konsumierten. Der europäische Durchschnittspreis liegt derzeit zwischen 52 und 70 Euro pro Gramm, in Deutschland bei etwa 69 Euro (EBDD 2015; Pfeiffer-Gerschel et. al. 2014). Die Zahl der Konsumierenden nimmt tendenziell zu, insbesondere in der noch gefährlicheren "Billigvariante" Crack (vgl. Crack, BMI 2015).



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