„Sucht im Alter“ – Hilfs- und Kontaktangebote in Mülheim an der Ruhr
Für ältere Menschen bedeuten Suchterkrankungen im Alltag erhebliche Einschränkungen: z.B. mehr Stürze und Unfälle, vernachlässigte Hygiene, früher auftretende Demenz. Ältere Menschen sind zudem früher auf familiäre Unterstützung bzw. ambulante oder stationäre Pflege angewiesen. Suchtkrank zu sein ist per Diagnose mit Abhängigkeit und Kontrollverlust verbunden.
In der Öffentlichkeit halten sich hartnäckig Meinungen, dass sich Prävention, Beratung und Therapie für ältere Menschen nicht mehr lohnen und ihnen gar den letzten Spaß am Leben nehmen würde. Das Umgekehrte ist der Fall: Suchtfrei alt werden steigert die Lebensfreude, führt zu mehr Unabhängigkeit, verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand, vereinfacht die Pflege. Das soziale Miteinander entspannt sich – und es spart auch noch Geld.
Suchtkranke Menschen, ihre Angehörige sowie haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Seniorenarbeit haben gute Gründe, diese Situation zu verbessern. Auf ältere Menschen abgestimmte Angebote zeigen, so belegt es die Therapieforschung, dass die Zielgruppe vergleichbare Erfolge in Beratung und Therapie hat.
In Mülheim zeigt der neue Flyer Hilfs- und Kontaktangebote für die Seniorenarbeit auf.
Am Flyer und am Thema interessierte Menschen aus Mülheim können sich gerne mit Norbert Kathagen, Fachstelle für Suchtvorbeugung, 0208 30069-44 in Verbindung setzen.