Christina Kurzweil vom Spieleratgeber NRW referierte über Faszination und Risiken von PC-Spielen.
Christina Kurzweil vom Spieleratgeber NRW referierte über Faszination und Risiken von PC-Spielen.
Norbert Kathagen, Fachstelle für Suchtprävention Mülheim, im Gespräch mit Eltern.
Norbert Kathagen, Fachstelle für Suchtprävention Mülheim, im Gespräch mit Eltern.

LAN-Party für Eltern Faszination und Gefahren von PC-Spielen. Spiel, Spaß oder Sucht?

06.11.2012

Der Raum ist halb dunkel, nur die Bildschirme flackern: über den Monitor des PCs jagt ein kleiner Junge im schwarz-weißen Zeichentrick, gefolgt von einer überdimensionalen Riesenspinne. Als der Junge es nicht schafft, einen Hügel zu erklimmen, passiert es: die Spinne spießt ihn auf und er landet baumelnd an einem Galgen. „Limbo“ heißt dieses etwas düstere Computerspiel und zog während der LAN-Party für Eltern am 31. Oktober 2012 in der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Mülheim zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer in seinen Bann.

Norbert Kathagen von der Mülheimer Fachstelle für Suchtprävention hatte zu der LAN-Party für Eltern eingeladen, die vom Rotary Club Mülheim an der Ruhr gefördert wurde. Eltern sollten die Möglichkeit erhalten, die beliebten Spiele ihrer Kinder kennenzulernen und einmal selber auszuprobieren. Dadurch erleben sie selber die Faszination, die die Spiele auf Kinder und Jugendliche – und durchaus auch auf Eltern – ausüben. Andererseits war es ein Anliegen, auf das Suchtpotenzial vieler Online- und PC-Spiele aufmerksam zu machen und Eltern Tipps an die Hand zu geben, mit dem oftmals konfliktträchtigen Thema zu Hause umzugehen, wenn die Kinder auch nach stundenlangem Spielen am PC nicht genug bekommen.

Christina Kurzweil vom Spielratgeber NRW referierte sachkundig über Faszination und Gefahren der PC-, Online- und Konsolenspiele und hatte eine Auswahl mitgebracht, die die knapp 30 teilnehmenden Eltern praktisch erproben konnten. Dabei reichte das Angebot an Hard- und Software vom FIFA-Fußball-Spiel für die Playstation über „Limbo“ bis zur „Wii“.

Von der Gustav-Heinemann-Gesamtschule waren zwei engagierte Lehrer aktiv beteiligt: Georg Brörmann als Ansprechpartner für die Suchtvorbeugung und Dr. Marcus Beling, der die Schülergruppe der Internetscouts der Schule betreut. In einem Peer-Projekt werden Oberstufenschülerinnen und -schüler ausgebildet, um die Fünft- und Sechstklässler über den Umgang mit sozialen Netzwerken aufzuklären und z.B. bei Internetmobbing zur Seite zu stehen. Bei der LAN-Party erklärten Mädchen und jungen geduldig die Funktionsweisen der Spiele und beantworteten die vielen Fragen der anwesenden Eltern. Diese zeigten sich teilweise sehr überrascht über die Komplexität mancher Spiele, bei denen strategisches Denken gefordert ist. Dabei machten sie die Erfahrung, wie schnell man die Zeit vergisst, wenn es darum geht, das nächste „Level“ zu erreichen, sein „Leben“ zu retten oder sich gegen die virtuellen Mitspieler durchzusetzen. Schnell gerieten Spielerinnen und Spieler in diesen „Flow“, so Christina Kurzweil. Dies birgt ein großes Konfliktpotenzial in vielen Familien, wenn die Kinder und Jugendlichen ihre Hausaufgaben vernachlässigen oder sich nur noch hinter dem Rechner in ihrem Zimmer zurückziehen. Eltern machen sich Sorgen, ob die Spiele überhaupt altersgerecht sind und wie viele Stunden pro Tag noch „normal“ sind. Sie fürchten Sucht, schlechte Noten in der Schule und Vereinsamung ihrer Kinder – obwohl viele Spiele gemeinsam gespielt werden – aber eben nicht im selben Zimmer, sondern virtuell. Doch ein Großteil der Jugendlichen hört mit etwa 18 Jahren von selbst mit dem exzessiven Computerspielen auf – Führerschein, Abitur und Studium oder Ausbildung, ein fester Freund oder Freundin und andere Interessen laufen den Spielen dann häufig den Rang ab.

In Fällen, wo die Gefahr besteht, dass das exzessive Spielen zur Sucht wird, helfen die örtlichen Prophylaxefachkräfte  beratend weiter. Für diejenigen Eltern, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, aber keine Beratungsstelle aufsuchen wollen, bietet die ginko Stiftung für Prävention einen kostenfreien Online-Kurs, der ab dem 5. November bis 3. Dezember läuft. Anmeldungen sind auch noch nach Start des Kurses über die ginko Stiftung für Prävention möglich:

Tel.: 0208/30069-31

per E-Mail: 696E666F4067696E6B6F2D7374696674756E672E6465

online unter https://www.grenzenlos-spielen.de/kontakt.aspx

Hier finden Sie weitere Informationen zum Online-Kurs.

Kontakt

Haben Sie Fragen?

Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns bei Fragen zu unseren Angeboten, zur Beratung oder Terminvereinbarung.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 09:00 bis 15:00 Uhr und nach Vereinbarung

Kaiserstraße 90
45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 30069-31
E-Mail: 696E666F4067696E6B6F2D7374696674756E672E6465

* Eingabe erforderlich

So finden Sie uns

Mit dem Auto

Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Hier können Sie die Wegbeschreibung  herunterladen.