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Kita-MOVE beim openTransfer Camp

06.01.2016RN

Wie werden aus Kindern kleine Helden – mit dieser Frage beschäftigte sich das openTransfer Camp Kleine Helden (#otc15) im Dezember im Essener Unperfekthaus. Unter den 80 teilnehmenden Projektmacherinnen und Projektmachern war auch Angelika Fiedler von der ginko Stiftung für Prävention und stellte die Fortbildung „Kita-MOVE – motivierende Kurzintervention“ für Mitarbeitende aus Kindertagesstätten/Familienzentren vor.

Das openTransfer Camp ist ein Barcamp, d.h. zu einem Schwerpunktthema bieten die Teilnehmenden verschiedene Sessions (Workshops) an. „Das Format Barcamp ist im Bereich der frühen Hilfen und frühkindlichen Förderung ein Novum“, so Julia Meuter von der Stiftung Bürgermut, die das #otc15 organisiert hat. Strukturell zielt ein Barcamp darauf ab, Kontakte herzustellen, Vernetzung zu initiieren und Wissen zu teilen. Inhaltlich drehte sich beim #otc15 alles um die frühe Förderung von Kindern, ob es sich nun beispielsweise um gesunde Ernährung, Sprachförderung oder die Stärkung von Erziehungskompetenz von Eltern handelte.

In diesem Bereich ist auch die Fortbildung Kita-MOVE angesiedelt. In der dreitägigen Fortbildung befassen sich Erzieherinnen mit der Motivierenden Kurzintervention und dem Modell der Verhaltensänderung nach Prochaska und DiClemente. Die Kunst ist es, z.B. Tür-und-Angel-Gespräche mit Eltern zu nutzen, um kurze Impulse zu ihrem Erziehungsverhalten zu setzen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen in Kindertagesstätten, Familienzentren und Kindergärten lernen zu erkennen, in welchen Stadium der Verhaltensänderung sich Eltern befinden – nach Prochaska und DiClemente sind das

Absichtslosigkeit -> Absichtsbildung -> Vorbereitung -> Aktion -> Aufrechterhaltung.

Dabei kann es um ganz unterschiedliche Themen gehen – z.B. rauchende Eltern, zu viele Süßigkeiten für die Kinder oder Medienkonsum, allgemeine Erziehungskompetenz. Letztendlich geht es um alle ungesund/ungünstigen Verhaltensweisen. „Ziel ist die Förderung der Änderungsbereitschaft sowie die Begleitung und Stützung des Veränderungsprozesses“, fasst Angelika Fiedler zusammen.

In der Fortbildung werden einerseits theoretische Hintergründe vermittelt, in praktischen Übungen trainieren die Teilnehmenden dann typische Gesprächssituationen. Dieser Übungsteil umfasst einen breiten Anteil der Fortbildung und gibt den Teilnehmenden die Sicherheit, in ihrem Arbeitsalltag Gesprächsanlässe zu erkennen und für motivierende Kurzinterventionen zu nutzen.

Teilnehmende bei der MOVE-Session des openTransferCamps 2015In der #otc15-Session erhielten die Teilnehmenden in einer Übung Beispielsätze von Eltern, die sie den Phasen des Veränderungsmodells zuordnen sollten. So konnten sie auch ihre eigenen Erfahrungen aus ihrem Berufsleben mit einfließen lassen – ein wichtiger Aspekt bei der gesamten Fortbildung. Ziel ist es, über die Förderung der Erziehungskompetenz der Eltern dafür zu sorgen, die Kinder zu stärken und gesund aufwachsen zu sehen. Insofern passte das Motto „Kleine Helden“ sehr gut zum Fortbildungskonzept der Motivierenden Kurzintervention und kam bei den Teilnehmenden überaus gut an.

Erster Vernetzungserfolg: durch das Kennenlernen im Rahmen der „KITA-MOVE-Session“ sind die Kommunalen Integrationszentren (LaKI) und die ginko Stiftung für Prävention miteinander ins Gespräch gekommen und beabsichtigen, miteinander zu kooperieren.

http://www.opentransfer.de/event/otc15-essen-4-dezember-2015/

http://www.opentransfer.de/7135/ginko-stiftung-fur-pravention-skalierung-eines-fortbildungsprogramms/

Fotos: #otc15 (CC BY SA)/Jennifer Braun


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