Hirndoping

Hirndoping beschreibt den Ge- bzw. Missbrauch psychoaktiver Substanzen gesunder Menschen mit dem Ziel der Verbesserung der eigenen kognitiven Leistungsfähigkeit (z.B. Vigilanz, Konzentration, Gedächtnis, Stimmung).
Hirndoping stellt folglich den Versuch gesunder Menschen dar, die Leistungsfähigkeit des Gehirns sowie die emotionale und soziale Kompetenz durch die Einnahme bestimmter Medikamente/chemischer Substanzen über das normale, nicht krankhaft veränderte Maß hinaus zu verbessern (vgl. Lieb 2010; DAK 2009).

Hirndoping beschreibt den Ge- bzw. Missbrauch psychoaktiver Substanzen gesunder Menschen mit dem Ziel der Verbesserung der eigenen kognitiven Leistungsfähigkeit (z.B. Vigilanz, Konzentration, Gedächtnis, Stimmung).
Hirndoping stellt folglich den Versuch gesunder Menschen dar, die Leistungsfähigkeit des Gehirns sowie die emotionale und soziale Kompetenz durch die Einnahme bestimmter Medikamente/chemischer Substanzen über das normale, nicht krankhaft veränderte Maß hinaus zu verbessern (vgl. Lieb 2010; DAK 2009).

Für das Phänomen des Hirndopings wurde in den letzten Jahren eine Vielzahl von Begriffen wie z.B. der des Pharmakologischen "Neuro-Enhancement" oder auch des "Cognitive Enhancement" geprägt (vgl. Lieb 2010). Diese sind jedoch vom Begriff des Hirndopings abzugrenzen. Während die Begriffe "Neuro-Enhancement" und "Cognitive Enhancement" umfassend die Verbesserung kognitiver, motorischer und sensorischer Hirnfunktionen durch Neurotechnologien unterschiedlicher Art (z.B. tiefe Hirnstimulation) beschreiben, bezieht sich das Hirndoping auf die chemisch induzierte Veränderung von Hirnfunktionen. Hirndoping ist somit auf die Einnahme chemischer Substanzen beschränkt und ist im Vergleich zur Anwendung anderer Neurotechnologien einfach anwendbar und schnell verfügbar.
Hirndoping zu betreiben bedeutet in diesem Fall nicht, vermehrt Koffein und rezeptfreie Arzneien wie z.B. Extrakte des Ginkgo-biloba-Baumes zu konsumieren. Es bedeutet vielmehr die Einnahme rezeptpflichtiger Substanzen, die für die Behandlung bestimmter Erkrankungen zugelassen sind. Zu den bekannten Substanzen, die in Zusammenhang mit Hirndoping missbraucht werden, gehören

  • Stimulierende Wirkstoffe wie Methylphenidat (Handelsname bspw. Ritalin®, Adderall, Vigil oder Aricept) zur medizinisch indizierten Behandlung des Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts- Syndroms (ADHS) und Modafinil (Handelsname Vigil®) u.a. zur Therapie von Narkolepsie. Diese werden im Sinne des Hirndopings zu einer versuchten Steigerung von Aufmerksamkeit, Wachheit und Konzentration missbraucht.
  • Antidementiva wie Piracetam und Memantin, eigentlich zur Anwendung bei Alzheimer-Demenz, sollen zur Verbesserung von Gedächtnisleistungen führen,
  • Antidepressiva wie Fluoxetin (u.a. Serotonin-Wiederaufnahmehemmer SSRI), die u.a. zur Behandlung depressiver Verstimmungen sowie Angst- und Zwangsstörungen entwickelt wurden. Sie werden im Sinne einer versuchten Verbesserung des psychischen Wohlbefindens und zur Überwindung von Unsicherheit und Schüchternheit verwendet,
  • Betablocker wie z.B. Metoprolol, ursprünglich gegen Bluthochdruck und Herzerkrankungen entwickelt. Diese Mittel werden fälschlich zum Abbau von Stress, Nervosität und Lampenfieber eingesetzt.  

Die Einnahme obiger Substanzen erfolgt außerhalb ihrer zugelassenen und dafür speziell entwickelten Indikation sowie außerhalb ärztlicher Verordnung. Sie zielt vielmehr auf die nicht genussorientierte Steigerung von Hirnleistungen ab.
Laut Definition werden zum Hirndoping außerdem Suchtmittel wie illegale Amphetamine, Kokain und weitere psychoaktive Drogen genutzt (vgl. Illegale Drogen).

Alternativen zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit

  • Ausreichend Schlaf, kurze, bewusste Schlafphasen (sog. Power-Napping),
  • Entspannungsmethoden wie autogenes Training, Yoga, Meditation,
  • Denksport und Gedächtnistrainings,
  • gutes Zeitmanagement (Prioritäten setzen),
  • regelmäßige kurze Pausen während intensiver Arbeitsphasen,
  • gute Organisation des Arbeitsplatzes (geordnete Ablage, Ordnung auf dem Schreibtisch etc.) und
  • regelmäßiger Sport zur Steigerung der Belastungsfähigkeit in Stresssituationen und zur Vorbeugung und Linderung depressiver Verstimmungen.

Abhängigkeitspotenzial

Die im Zusammenhang mit Hirndoping verwendeten stimulierenden Wirkstoffe Methylphenidat und Modafinil weisen ein hohes psychisches Abhängigkeitspotenzial (Suchtrisiko) auf. Die Einnahme dieser Präparate kann sehr schnell zu einer psychischen Abhängigkeit führen. Darüber hinaus besteht bei längerer, nicht bestimmungsgemäßer Anwendung die Gefahr, dass sich die psychische Abhängigkeit auf andere Stoffe ausweitet. Vor diesem Hintergrund werden Methylphenidat und Modafinil als hochproblematisch für die Anwendung außerhalb ihrer zugelassenen Indikationen beurteilt (Kipke et al. 2011). Die zum Hirndoping missbrauchten Medikamente wirken bei Gesunden nachweislich nicht leistungssteigernd oder stimmungsaufhellend, weisen zahlreiche unerwünschte Wirkungen auf und können zum Teil psychische Abhängigkeiten bzw. Absetzprobleme hervorrufen.

Zahlen zum Konsum

Eine repräsentative Umfrage der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) im Jahr 2014 bei 5.000 Arbeitnehmerinnen und -nehmern im Alter zwischen 20 und 50 Jahren ergab, dass 6,7% der Befragten (hochgerechnet drei Mio. Personen bei rund 40 Mio. Beschäftigten) als Gesunde schon einmal leistungssteigernde oder stimmungsaufhellende Medikamente eingenommen haben. Das ist eine Zunahme von 2% gegenüber der Erstbefragung im Jahr 2008.

1,9% der Befragten (ca. 1 Mio. Beschäftigte) gaben an, regelmäßig, d.h. zweimal im Monat und häufiger, leistungssteigernde Mittel einzunehmen. Die Dunkelziffer wird mit 3,5% angegeben (DAK 2015).
Jeder zehnte Mann hatte bereits einmal Medikamente zur Leistungssteigerung oder Verbesserung der psychischen Befindlichkeit - und häufig ohne medizinische Indikation - eingenommen, jedoch nur jede vierte Frau (DAK 2015, DAK 2009). 40% der Nutzenden nehmen die Mittel vor bestimmten Anlässen wie z.B. Prüfungen, Präsentationen und wichtigen Verhandlungen ein. Darüber hinaus versuchen Männer damit vor allem, berufliche Ziele noch besser zu erreichen, wohingegen Frauen die Mittel einnehmen, damit ihnen die Arbeit leichter von der Hand geht und sie emotional stabiler sind, um den Arbeitsdruck standzuhalten (DAK 2015). Insgesamt nahmen mehr an- und ungelernte Beschäftigte leistungssteigernde Mittel ein als Hochqualifizierte. Die Zahlen zum Hirndoping stagnieren seit 2014 (DAK 2020).
Über 50% bekommen das Rezept für entsprechende Medikamente vom Arzt bzw. der Ärztin, 8,5% über das Internet!

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Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

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