Cannabis
Cannabis ist der lateinische Name für Hanf. Die indische Hanfpflanze enthält mehr als 60 berauschende Wirkstoffe. Die berauschende Wirkung löst Delta-9-THC (Tetrahydrocannabinol) aus. Dieser Stoff beeinflusst Stimmungen, Gefühle und Wahrnehmungen. Seit dem 1. April 2024 ist das Cannabisgesetz (CanG) in Kraft und damit eine Teillegalisierung von Cannabis für Erwachsene. Cannabis wird seither nicht mehr im Betäubungsmittelgesetz aufgeführt.
Hanf ist ebenso als Grundstoff für die Produktion von Seilen und Stoffen bekannt. Wirkstoffarmer Industriehanf darf seit 1999 angebaut und genutzt werden. Der THC-Gehalt darf hierbei einen Wert von 0,2% nicht übersteigen.
Cannabisprodukte Haschisch und Marihuana
THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) ist die Hauptsubstanz, die den Cannabisrausch auslöst. Nahrungsmittel, die aus Hanf hergestellt werden, dürfen nur einen geringen THC-Gehalt von maximal 0,3 Prozent enthalten, bei Hanfölen sind bis zu 0,75 Prozent erlaubt.
Insgesamt ist durch Züchtungen der Gehalt von THC in den letzten Jahren weltweit gestiegen. Er hängt von verschiedenen Faktoren ab: die Züchtung, Anbaubedingungen, Streckmittel, Weiterverarbeitung und kann daher stark schwanken.
- Marihuana (Gras, Weed, Ganja etc.): Getrocknete Blüten und zum Teil Blätter der weiblichen Cannabispflanze. Marihuana enthält durchschnittlich 7 bis 11 Prozent THC, besondere Züchtungen mehr als 20 Prozent.
- Haschisch (Hasch, Shit, Piece etc.): Harz und andere Pflanzenteile der weiblichen Pflanze, gepresst. Haschisch enthält im Schnitt 11 bis 19 Prozent THC. In Einzelfällen wurden Konzentrationen von bis zu 30 Prozent THC nachgewiesen.
- Cannabisöl (selten): Der THC-Gehalt liegt bei etwa 30 bis 50 Prozent.
- Synthetische Cannabinoide werden im Labor hergestellt, ihre Wirkung ist bis zu 600-mal stärker als bei pflanzlichem THC. Sie werden auf Blüten gesprüht oder mit Haschisch (Cannabisharz) vermischt. Die Substanz verteilt sich oft ungleichmäßig. Dies führt dazu, dass Konsumierende die Dosis und die Wirkung nur schwer abschätzen können.
Aktuelle Zahlen zum Konsum liefern
- das Jahrbuch Sucht
- das Datenportal des Bundesdrogenbeauftragten https://datenportal.bundesdrogenbeauftragter.de/
- der Alkoholsurvey (Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG).