Seniorinnen und Senioren als Zielgruppe der Suchtprävention

24.11.2014

Mit der Herausgabe von drei neuen Plakaten zum Thema Suchtprävention im Alter sollen fortan auch alte Menschen als Zielgruppe im Rahmen der Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ angesprochen werden. Auch im Alter „Gebraucht werden“, „Neugierig bleiben“ und „Gemeinsam aktiv bleiben“ sind die suchtpräventiven Slogans, mit denen - zusammen mit den dazugehörigen Bildmotiven - fortan die neue Zielgruppe angesprochen werden soll.

Plakat Gebraucht werden   Plakat Gemeinsam aktiv bleiben

Die Gründe für dieses neue Angebot liegen auf der Hand: Sucht kennt keine Altersgrenzen. Auch ältere Menschen konsumieren Alkohol, Tabak oder Medikamente, und dies bisweilen in riskanten Mengen. Es handelt sich dabei um Substanzen mit dem höchsten Suchtpotenzial, die nicht selten zu Abhängigkeiten führen.

Ob jemand in eine Abhängigkeit von Suchtmitteln gerät, hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab. Belastende Lebenssituationen und unzureichende Fähigkeiten, diese adäquat zu bewältigen sind dabei ebenso von Bedeutung wie das Geschlecht und die jeweilige Biografie. Dazu kommen gerade im höheren Alter besondere Probleme wie Verlust der Partnerin oder des Partners verbunden mit Vereinsamung und dem Gefühl des „Nichtmehrgebrauchtwerdens“. Durch die mit dem demografischen Wandel einhergehenden Veränderungen der Bevölkerungsstruktur und dem damit verbundenen deutlich steigenden Anteil älterer Menschen werden sich derartige Probleme in Zukunft häufen.

Bereits heute sind Suchtprobleme im höheren und hohen Lebensalter weiter verbreitet als viele denken:

  • mehr als 2 Mio. ältere Männer und Frauen rauchen.
  • bis zu 400.000 sind von einem Alkoholproblem betroffen.
  • bei 1 bis 2 Mio. Menschen weist der Gebrauch psychoaktiver Medikamente zumindest Gewohnheitscharakter auf.

Die Gesellschaft wird sich also zunehmend mit Seniorinnen und Senioren mit einem Suchtproblem auseinandersetzen müssen. Ältere Suchtmittelkonsumierende gehen mit diesem Thema ähnlich um wie jüngere: sie ignorieren, verdrängen oder spielen es herunter. Und das Umfeld ignoriert die Problematik oder lässt den Dingen oft noch ihren Lauf: „In diesem Alter spielt das keine Rolle mehr, lassen wir sie/ihn doch.“

Forschungen zeigen jedoch, dass ältere Menschen auf Vorsorgemaßnahmen und Entzugstherapien mindestens so gut ansprechen wie jüngere Altersgruppen.

Sicher ist, dass die Folgekosten sozialer und finanzieller Art, die durch Suchterkrankungen oder Substanzmissbrauch (im Alter) entstehen, beträchtlich sind: Unfälle wie z. B. Stürze aufgrund von Alkohol- und Medikamentenmissbrauch und die damit einhergehenden z.T. dauerhaften Folgen belasten nicht nur das Gesundheitssystem, sondern beeinträchtigen vor allem die Autonomie und Lebensqualität der Betroffenen stark.

Altersspezifische Präventionsstrategien und -maßnahmen können hier Abhilfe schaffen. Die neue Plakatserie soll hierfür den Anfang machen, das Thema mehr ins Bewusstsein älterer Menschen aber auch der Gesamtbevölkerung zu rücken.

Im Rahmen der Kampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ ist vorgesehen, künftig gesundheitsschädigenden Bedingungen im Alter entgegenzuwirken. Dazu wird im folgenden Schritt ein Netzwerk u. a. mit landesweit tätigen Seniorenverbänden und -organisationen geschaffen. Hierin werden gemeinsam Ideen entwickelt, wie mit der Botschaft möglichst viele Seniorinnen und Senioren erreicht werden können und obiges Ziel erfolgversprechend umgesetzt werden kann.

Die Plakate sind kostenfrei über den Bestellservice des MGEPA in den Größen DIN A2 und DIN A3 zu bestellen.

 

Kontakt

Haben Sie Fragen?

Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns bei Fragen zu unseren Angeboten, zur Beratung oder Terminvereinbarung.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 09:00 bis 15:00 Uhr und nach Vereinbarung

Kaiserstraße 90
45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 30069-31
E-Mail: 696E666F4067696E6B6F2D7374696674756E672E6465

* Eingabe erforderlich

So finden Sie uns

Mit dem Auto

Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Hier können Sie die Wegbeschreibung  herunterladen.