20 Jahre Cannabis-Beratung "Quit the Shit"

17.06.2026

Weniger kiffen, den Konsum besser kontrollieren oder ganz aufhören: Viele Cannabis-Konsument:innen nehmen sich das vor und merken dann, wie groß die Herausforderung im Alltag ist. Seit zwei Jahrzehnten kooperiert das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) mit einem Netzwerk kommunaler Suchtberatungseinrichtungen bei "Quit the Shit". Mehr als 14.000 Menschen nutzten das Angebot seit dem Start der Kooperation im Jahr 2006.

Für Menschen, die ihren Konsum verändern wollen, bietet "Quit the Shit" niedrigschwellige Unterstützung. Das kostenlose Online-Programm ist Teil des Suchtpräventionsangebots www.drugcom.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Bundesweit unterstützen derzeit zehn Suchtberatungseinrichtungen das Netzwerk. Jedes Mitglied der multiprofessionellen Beratungsteams verfügt über eine psychotherapeutische oder Beratungsausbildung sowie Erfahrungen in der Online-Beratung. In NRW bieten die Standorte Düren, Paderborn und Recklinghausen Beratung im Rahmen von "Quit he Shit" an. Ihre Beratungsleistung wird mit Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW über die Landesfachstelle Prävention gefördert.

In der Beratung

Zum Angebot gehören ein digitales Konsumtagebuch, wöchentliche Rückmeldungen durch eine Beratungsperson sowie ein Einstiegs- und Abschlussgespräch per Chat. Die regelmäßige Dokumentation – auch konsumfreier Tage – soll helfen, Konsummuster zu erkennen und Veränderungen sichtbar zu machen.

Eine teilnehmende Person aus Paderborn fasst es so zusammen:

Es fühlt sich gut an, wieder am Leben teilzunehmen und mich zu spüren statt zu betäuben… Danke, dass ihr da seid.

Andreas Schön, Sozialpädagoge und Suchttherapeut in Düren:

Ich bin seit 20 Jahren als Berater tätig. ‚Quit the Shit‘ bedeutet für mich den Einstieg in den Ausstieg. Ich bin nach wie vor fasziniert davon, wie viel Veränderung innerhalb eines doch relativ überschaubaren Zeitraums möglich ist.

Aus Recklinghausen heißt es:

Die Nachfrage ist 2025 konstant hoch geblieben; die Anzahl der tatsächlich erfolgten Aufnahmen sogar leicht gestiegen. Viele meldeten sich aus langjährig bestehender Abhängigkeit heraus, darunter User mit psychischen Mehrfachdiagnosen. Auf der anderen Seite gab es viele User, die das Ausstiegsziel allgemein formulierten: keine Abhängigkeit mehr, bessere Konzentration, verbesserter Antrieb. Häufige Gründe waren das Erleben von Überforderung durch Mehrfachbelastung im Beruf, in der Familie, in der Versorgung betagter Eltern.

  

Hilfsangebote

  • Mit dem Online-Selbsttest Cannabis Check kann der individuelle Cannabis-Konsum überprüft werden
  • Anonyme Chat-Beratung (Montag, Dienstag, Donnerstag: 15:00-17:00 Uhr und Mittwoch, Freitag: 13:00-15:00 Uhr) und anonyme E-Mail-Beratung für Ratsuchende:
    https://www.drugcom.de/beratung-finden/e-mail-beratung-bei-fragen-zu-drogen-und-abhaengigkeit/
  • Das BIÖG-Beratungstelefon zur Suchtvorbeugung, Tel. 0221 89 20 31, bietet persönliche Beratung und informiert über Hilfs- und Beratungsangebote vor Ort (erreichbar Mo. – Do. von 10 bis 22 Uhr und Fr. – So. von 10 bis 18 Uhr, Preis für Gespräche in das Kölner Ortsnetz) 
  • DigiSucht: Digitale Suchtberatung für Betroffene und Angehörige kostenlos und anonym

Präventionsangebote

  • Online-Portal für alle Zielgruppen: www.infos-cannabis.de 
  • Bundesweites Präventionsangebot für weiterführende Schulen: der Grüne Koffer 
  • SPecht – Suchtprävention an berufsbildenden Schulen in NRW
Kontakt

Haben Sie Fragen?

Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns bei Fragen zu unseren Angeboten, zur Beratung oder Terminvereinbarung.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 09:00 bis 15:00 Uhr und nach Vereinbarung

Kaiserstraße 90
45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 30069-31
E-Mail: 696E666F4067696E6B6F2D7374696674756E672E6465

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So finden Sie uns

Mit dem Auto

Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Hier können Sie die Wegbeschreibung  herunterladen.