Internationaler Tag der Achtsamkeit am 12. September

Aktionszeitraum vom 7. bis 20. September
15.06.2026

Die Landesfachstelle Prävention NRW und die Mitglieder der Unterarbeitsgruppe "Achtsamkeit" nehmen diesen Tag zum Anlass, Präventionsfachkräfte und Multiplikator:innen im ganzen Land auf die Bedeutung der Achtsamkeit für die Prävention aufmerksam zu machen.

"Wie ist es möglich, inmitten der täglich auf uns einstürmenden Reize, Verpflichtungen und Konsummöglichkeiten das innere Gleichgewicht zu bewahren?", fragen Tina Kolonko und Ruth Ndouop-Kalajian, beide Projektkoordinatorinnen in der Landesfachstelle Prävention NRW mit Sitz in Mülheim an der Ruhr. Sie beschäftigen sich intensiv mit dem Thema "Achtsamkeit in der Suchtprävention". Wie gehören diese zwei komplexen Themenfelder zusammen?

Der Konsum von Substanzen ist oft eine vermeintlich schnelle und einfache Strategie, um Stress zu bewältigen oder unangenehme Gefühle und Konflikte auszublenden. Langeweile, Ärger in der Schule, Stress mit der Freundin? Dagegen helfen Computerspiele, Rausch und ein Serienmarathon.

"Eine echte Wahrnehmung der eigenen Gefühle ist da schon viel anstrengender, gerade wenn es um eher unangenehme Zustände wie Wut, Scham oder Traurigkeit geht", so Ndouop-Kalajian, "und dabei kann die Achtsamkeitspraxis gut unterstützen."

Was ist Achtsamkeit?

"Achtsam zu sein bedeutet, dass die Person voll und ganz bei dem ist, was sie gerade empfindet und was sie tut", erklärt Kolonko. "Das Achtsame zeigt sich als Bewusstheit und nicht wertende Aufmerksamkeit. Es ist der Moment zwischen schneller, gewohnheitsmäßiger und einer bedachten, bewussten Reaktion. Diese kurze Unterbrechung kann Raum schaffen, um anders und besonnener zu reagieren. Beispiele: Nehme ich mir das nächste Bier ohne nachzudenken, bleibe ich statt 30 Minuten drei Stunden auf Social Media oder vape ich in jedem freien Moment?"

Statt im Autopilot allen Impulsen sofort nachzugeben, eröffnen sich im Alltag viele kleine Möglichkeiten und Übungen der Achtsamkeit und Selbstregulation. Das bezieht sich auch auf körperliche Symptome wie z.B. Herzrasen, Bauchschmerzen und Erschöpfung.

Gekoppelt an die Grundlagen der Suchtprävention heißt das: Förderung der Lebenskompetenzen.

Was sind Lebenskompetenzen?

Die Förderung von Lebenskompetenzen ist eine wichtige Säule der Suchtprävention. Das sind beispielsweise Kompetenzen wie Kreativität, kritisches Denken, Probleme lösen können und Entscheidungen treffen. Weiterhin gehören dazu Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit und die Regulation von Gefühlen und Stress. Hilfreich dabei sind beispielsweise Atem- und Achtsamkeitsübungen (Broschüre "Achtsamkleit in der Suchtprävention"). Belegt ist ihre Wirksamkeit in zahlreichen wissenschaftlichen Studien.

Weitere Bausteine der Suchtprävention sind Wissensvermittlung, Risikokompetenz, funktionale Alternativen sowie strukturelle Maßnahmen der Verhältnisprävention. Sie steht für ein bewusstes, gesundheitsorientiertes Leben und bezieht sowohl mentale als auch körperliche Aspekte ein.

Immer mehr Fachstellen für Suchtprävention in NRW nutzen Achtsamkeitsübungen in ihren Präventionsangeboten. Vor allem jungen Menschen kann das helfen, ihre oft stürmischen Gefühle und Bedürfnisse klarer zu sehen und nachhaltige Strategien zu entwickeln, um sie zu regulieren – ohne den Griff zu Alkohol, Zigaretten oder Games.

Im Aktionszeitraum vom 7. bis 20. September lädt die Landesfachstelle Prävention NRW die rund 200 Präventionsfachkräfte ein, verstärkt achtsame Angebote umzusetzen und auf sie aufmerksam zu machen.

Materialien wie die zwei Postkarten mit Achtsamkeitsimpulsen sowie die Broschüre "Achtsamkeit in der Suchtprävention" können gerne bestellt werden:

https://www.suchtgeschichte.nrw.de/Publikationen

 

Kontakt

Haben Sie Fragen?

Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns bei Fragen zu unseren Angeboten, zur Beratung oder Terminvereinbarung.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 09:00 bis 15:00 Uhr und nach Vereinbarung

Kaiserstraße 90
45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 30069-31
E-Mail: 696E666F4067696E6B6F2D7374696674756E672E6465

* Eingabe erforderlich

So finden Sie uns

Mit dem Auto

Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Hier können Sie die Wegbeschreibung  herunterladen.