Full House beim Coachingtag MOVE Jugendliche
Volles Haus in der Mülheimer Wolfsburg: Zahlreiche MOVE Jugendliche-Trainer:innen kamen zum Reflexions- und Coachingtag zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Impulse mitzunehmen und ihre Rolle als Trainer:in genauer in den Blick zu nehmen.
Bei einer Aufstellung, wie lange die Trainer:innenausbildung zurückliegt, zeigte sich eine beeindruckende Bandbreite von Trainer:innen der ersten Stunde bis hin zu Kolleg:innen, die gerade ihre ersten Erfahrungen mit MOVE-Seminaren gemacht haben. Diese Mischung sorgte für einen lebendigen Austausch über gelungene Seminarerfahrungen, aber auch über Hürden in der Praxis. Besonders wertvoll waren dabei die zahlreichen Tipps und Anregungen der erfahrenen Routiniers, von denen die neueren Trainer:innen profitieren konnten.
Eigene Rolle
Ein zentraler Schwerpunkt des Tages war die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als MOVE-Trainer:in. Diese ist vielfältiger, als es auf den ersten Blick scheint: Trainer:innen vermitteln Inhalte, moderieren Reflexionsrunden, begleiten Gesprächsübungen als Coach und fungieren gleichzeitig als Vorbilder für die Gesprächshaltung und -fertigkeiten von MOVE. Darüber hinaus behalten sie als Prozessbegleitende die Gruppendynamik im Blick und reagieren flexibel auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden.
Gerade diese Flexibilität macht die Arbeit spannend und herausfordernd zugleich. Denn jede Gruppe bringt ihre eigene Dynamik mit, sodass Trainer:innen ihre Rollen immer wieder neu ausgestalten müssen. Wie dies gelingt, hängt sowohl von den Anforderungen des Seminars ab als auch von den eigenen Erwartungen an sich selbst. Dabei wird deutlich: Nicht nur das, was Trainer:innen tun, ist entscheidend, sondern auch die Art und Weise, wie sie es tun.
Mit zunehmender Übung fällt es leichter, die verschiedenen Aufgaben souverän zu meistern. Doch auch erfahrene Trainer:innen geraten gelegentlich unter Druck. In solchen Situationen melden sich oft unterschiedliche innere Stimmen zu Wort – mit teils gegensätzlichen Ansprüchen, Erwartungen und Sichtweisen. Wenn diese Stimmen gleichzeitig um Aufmerksamkeit ringen, kann es schwierig werden, die eigene Handlungssicherheit und Qualität als Trainer:in abzurufen.
"Inneres Team"
In Anlehnung an das Modell des Inneren Teams von Friedemann Schulz von Thun führten die Teilnehmenden in Kleingruppen eine
"Innere Trainer:innen-Konferenz" durch. Ziel war es, anhand konkreter Beispiele aus dem eigenen Seminaralltag die inneren Stimmen wahrzunehmen, ihnen Gehör zu verschaffen und sie miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Rolle des „Cheftrainers“ bzw. der „Cheftrainerin“ bestand darin, aus diesen unterschiedlichen Perspektiven einen stimmigen Weg für das eigene Handeln zu entwickeln. Dabei entstanden anregende Gespräche, neue Perspektiven und wertvolle Erkenntnisse.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für den offenen, engagierten Austausch und die Bereitschaft, sich intensiv mit der eigenen Trainer:innen-Rolle auseinanderzusetzen. Der Coachingtag hat einmal mehr gezeigt, wie förderlich das interaktive Lernen und der kollegiale Austausch sind.
Weitere Informationen