Infobrief "Entstigmatisierung"

14.02.2024

Mit dem vierten Infobrief für Fachkräfte in der Sucht- und Drogenhilfe sowie angrenzender Professionen rückt die Geschäftsstelle der Suchtkooperation NRW das Thema "Entstigmatisierung im Kontext von Abhängigkeitserkrankungen" in den Mittelpunkt.

Stigmatisierung schadet den Betroffenen und verstärkt Substanzgebrauchsstörungen sowie Verhaltenssüchte. Das Hilfesuchverhalten wird beeinträchtigt, führt zu schlechterer Behandlung und verstärkt die sozialen und gesundheitlichen Folgen der Erkrankung. Das gilt sowohl für die individuellen Folgen als auch für die gesellschaftlichen, einschließlich der öffentlichen Ausgaben für Gesundheitsleistungen.

Substanzgebrauchsstörungen und abhängige Verhaltensweisen ohne Substanzbezug sind komplexe Krankheiten, die nicht durch mangelnde Willenskraft oder Charakterschwäche verursacht sind. Unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialer Identität, gesellschaftlichem Status oder Bildungsniveau kann die Erkrankung jeden Menschen treffen.

Um Entstigmatisierung voranzutreiben ist es wichtig, Vorurteile und Diskriminierung abzubauen. Da Sprache eine zentrale Rolle bei der Ausbildung von Überzeugungen und Gedanken spielt, ist es fundamental, schädliche Stereotype und Vorannahmen nicht zu reproduzieren. Im Umkehrschluss verändert eine wissenschaftlich korrekte, wertschätzende Sprache die allgemeine Wahrnehmung und kann sich positiv darauf auswirken (Volkow, Gordon & Koob, 2021).

Selbst Begriffe wie „Sucht“ oder „Co-Abhängigkeit“, die im Bereich der Suchthilfe und Suchtprävention geläufig sind, können einer kritischen Betrachtungsweise unterzogen werden. Nicht zu vernachlässigen ist der Fakt, dass die Bedeutung von Sprache sich je nach Kontext, Zeitgeschehen und Sprecher:in und Empfänger:in ändern kann. Für die Beurteilung von Sprache sind die Fragen „Wer ist mein Gegenüber?“ und „Wo verwende ich welche Wortwahl?“ von Bedeutung.

Der Infobrief bietet auch Fachkräften in der Suchtprävention Anregungen, wie sie stigmaarm oder gar stimafrei handeln können.

Download Infobrief "Entstigmatisierung":

https://suchtkooperation.nrw/service/aktuelles/infobrief-2024-entstigmatisierung

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Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

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Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

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Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

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