Nachschau der 6. Online-Lesereise "Sucht hat immer eine Geschichte – wir erzählen mehr davon"

07.12.2023

Vom 19.10. bis 16.11.2023 fand zum sechsten Mal die Online-Lesereise "Sucht hat immer eine Geschichte" statt. Die drei Lesungen boten ganz unterschiedliche Schwerpunkte: Depression, das Fetale Alkoholsyndrom sowie Cannabiskonsum. Es schlossen sich jeweils berührende Nachfragen und Diskussionen an, die die Mitarbeitenden der beteiligten Fachstellen einfühlsam moderierten.

Seit 2021 bildet die Lesereise einen festen Baustein der gleichnamigen Landeskampagne.

Der Autor Luca Bischoni leitete die Lesereise "Sucht hat immer eine Geschichte – wir erzählen mehr davon" mit seinem Buch "Als man mir den Stecker zog. Schule. Studium. Absturz. Mein Weg aus der Depression" ein und nahm das Publikum mit auf seine Reise durch das Studium, seine eigenen Anforderungen und die Anfänge seiner Therapie.

Das Publikum kam erstaunlich leicht mit dem Autor über das Thema Depression ins Gespräch. Es konnte Hürden der Erkrankung an manchen Stellen der Lesung sogar mit einem Lachen begegnen.

Luca Bischoni berichtete offen, herzlich und realistisch über seinen Weg mit Depression. Mit seiner Lesung hat er gezeigt, dass Depressionen besprechbar sind.

Die zweite Lesung der Reihe gestaltete Bea Menger mit ihrem Buch "Solange ich noch Hoffnung habe – FAScetten eines Lebens". Mit ihrer Lesung leistete sie einen wertvollen Beitrag zur Bekanntmachung des Fetalen Alkoholsyndroms und förderte zeitgleich das Verständnis für die Mehrfachbelastungen der Betroffenen und deren Bezugspersonen.

Einige Teilnehmende berichteten selbst von ihren ermüdenden Erfahrungen mit der Hilflosigkeit des Hilfesystems zum Thema FASD. Andere fragten mit Sorge nach Ausprägungen des Fetalen Alkoholsyndroms beim Heranwachsen ihrer Kinder. Die Autorin schilderte ihre Erlebnisse mit Klarheit, Gelassenheit und Empathie gegenüber Betroffenen und ihren Angehörigen. "Aber er ist doch mein Sohn und das wird er immer bleiben" – dieser Satz der Autorin klang noch lange nach.

Den letzten Abend der 6. Online-Lesereise widmete die Landeskampagne dem Thema Cannabis. Jim Krasso las hierfür aus seinem Buch "Der Kiffer – ein Leben ohne Kompromisse" vor. Der Autor zeigte auf, wie vielschichtig der Konsum von Cannabis sein kann und welche Ebenen des eigenen Lebens davon beeinflusst und beeinträchtigt werden.

Jim Krasso sprach die Scham als Vater an, der seinen Kindern erklären wollte, was er da eigentlich raucht und wieso er an einem bestimmten Punkt damit aufhören wollte.

Zum Ende der Lesung sprach das Publikum auch die geplante Legalisierung der Bundesregierung an und fragte, was der Autor davon hielte. Alle gemeinsam sind gespannt auf damit anstehenden Veränderungen.

Pro Veranstaltungsabend nahmen zwischen 50 und 90 Personen teil.

Das Organisationsteam dankt allen Teilnehmenden sowie Autor:innen für ihr Mitwirken und Gestalten der 6. Online-Lesereise. Die Fortsetzung folgt im Herbst 2024.

An der Organisation waren beteiligt:

  • Diakonisches Werk, Evangelischer Kirchenkreis Lennep, Hückeswagen
  • Fachstelle für Suchtvorbeugung, Jugendsuchtberatung, Arbeitskreis für Jugendhilfe e.V., Hamm
  • Suchthilfe Aachen, Fachstelle für Suchtprävention
  • inechtzeit – Prävention & Beratung, Krisenhilfe e.V., Bochum
  • Suchthilfe direkt Essen gGmbH, Essen

Bereits über 200 Interessierte nehmen den Verteiler der Online-Lesereise in Anspruch. Wenn auch Sie in Zukunft über weitere Lesungen informiert werden möchten, schreiben Sie hierzu einfach eine E-Mail an 6C2E777565727A696E6765724067696E6B6F2D7374696674756E672E6465.

 

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Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

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