DHS: Neue Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol

27.10.2023

Aufgrund des Standes der Wissenschaft sowie aufgrund von Prinzipien der Förderung von physischer Gesundheit aktualisiert das wissenschaftliche Kuratorium der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) einzelne Aspekte einer früheren Stellungnahme (Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, 2019) und kommt zum Schluss, dass Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol neu formuliert werden müssen.

In bisherigen Empfehlungen hinsichtlich körperlicher Gesundheit im Umgang mit Alkohol stand risikoarmer Konsum im Fokus (Seitz, Bühringer, Mann, 2008). Er umfasst für gesunde Menschen ohne zusätzliches genetisches oder erworbenes Risiko unter anderem eine maximale Trinkmenge von 24 Gramm Reinalkohol pro Trinktag bei Männern und 12 Gramm bei Frauen.

Alkoholkonsum sollte von jeder Person reduziert werden, unabhängig davon, wie viel sie trinkt. Am besten ist es, keinen Alkohol zu sich zu nehmen. Alkoholische Getränke, bergen Risiken, wenn es um die physische Gesundheit der Menschen geht.

1. Stand der Wissenschaft

Fortschritte der Wissenschaft auf zwei Gebieten haben zu neuen Erkenntnissen geführt. Erstens verstehen wir heute besser als früher, worin Grenzen älterer Studien lagen. Zweitens kann die Wissenschaft Erkrankungswahrscheinlichkeiten in Bevölkerungen immer zuverlässiger bestimmen. Diese Entwicklung führte dazu, dass Risiken für die körperliche und psychische Unversehrtheit sowie die Überlebenszeit von Menschen feiner differenziert werden konnten. Heute zeigen Studien für einzelne Erkrankungen eine lineare Beziehung zwischen dem Ausmaß von Alkoholkonsum und Sterbewahrscheinlichkeiten. Sie sind am geringsten, wenn kein Alkohol getrunken wird. Sie sind umso höher, je mehr Alkohol Menschen trinken. Zudem entstanden wissenschaftliche Ergebnisse, die gegen die Annahme sprechen, geringer oder moderater Alkoholkonsum fördere die Aussicht auf langes Leben. Arbeiten aus beiden Forschungsgebieten trugen zu dem Ergebnis bei, dass auch bei geringen Trinkmengen erhöhte Wahrscheinlichkeiten für Krankheiten und vorzeitigen Tod bestehen im Vergleich zu Menschen, die ohne Alkohol leben (John, Seitz, 2018).

2. Prinzipien der Förderung von Gesundheit

Quantifizierungen von Risiken sind schwer vorstellbar. Zwar wurde versucht, sie zu veranschaulichen (Gigerenzer, Rebitschek, 2016). Aber psychologische Forschung zeigt, dass unsere Gedanken- und Empfindungswelt Risiken „ausblenden“ kann, wenn diese bedrohlich wirken. Wir können Wahrscheinlichkeiten in gewünschte Richtungen interpretieren. So kann

Sucht zur Einschätzung durch eine Person beitragen, die Krankheit werde sie nicht treffen. Ein „Je weniger desto besser“ kann zwar ebenfalls wenig verbindlich wirken, ist aber als Handlungsempfehlung leicht vorstell- und merkbar und verringert möglicherweise „Ausflüchte“.

Berücksichtigung individueller Unterschiede

Jeder Mensch hat auf der Basis der bisherigen Ausführungen zusätzlich ein individuelles Risiko, auch bei kleinen Mengen Alkohol. Zu nennen sind drei Merkmalsgruppen, die Erkrankungsrisiken auch bei geringen Konsummengen steigern können: 1. weitere gesundheitsriskante Verhaltensweisen, 2. bestimmte genetische Faktoren, 3. bestimmte bestehende Erkrankungen, 4. bestimmte medikamentöse Therapien. Alkoholkonsum trägt zu weiteren gesundheitsriskanten Verhaltensweisen bei, deren Summe besonders stark Krankheitswahrscheinlichkeiten erhöht. Die Empfehlung einer Konsumreduktion unabhängig von der Menge reiht sich ein in Empfehlungen zu weiteren gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen. So ist es am besten nicht zu rauchen, körperliche Bewegung zu fördern sowie Übergewicht zu reduzieren.

Fazit

  1. Ergebnisse der Wissenschaft zeigen zunehmend, dass es keinen potenziell gesundheitsförderlichen und keinen sicheren Alkoholkonsum gibt.
  2. Auch geringe Trinkmengen können zur Verursachung von körperlichen Krankheiten beitragen.
  3. Eine neue Leitlinie für den Umgang mit Alkohol sollte in Übereinstimmung mit anderen internationalen Empfehlungen an folgenden Aussagen ausgerichtet sein: Zur Verbesserung derphysischen Gesundheit sollte der Alkoholkonsum reduziert werden, unabhängig davon wiehoch die Trinkmenge ist. Für die körperliche Gesundheit ist es am besten keinen Alkohol zutrinken.

 

Mehr Informationen
Vollständiger Text der DHS zu den neuen "Empfehlungen zum Umgang mit Alkohol"

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