Suchtmittelkonsum auf hohem Niveau stabil

08.04.2010

Am 07. April stellte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) das Jahrbuch Sucht 2010 in der Presse vor. Die wesentlichen Ergebnisse der Datenerhebungen sind hier stichwortartig zusammengestellt:

Das Konsumverhalten der Bundesbürger ändert sich kaum. Der Alkohol-und Tabakkonsum, der Gebrauch der Medikamente mit Suchtpotenzial und der Konsum illegaler Drogen scheint unverrückbar.

Alkohol - zuviel und zu riskant
Im internationalen Vergleich steht Deutschland der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge mit einem Alkoholkonsum bei den über 15-Jährigen mit 12 Litern reinen Alkohols nach Luxemburg, Irland, Ungarn und Tschechien an fünfter Stelle aller Staaten. Ungefähr 2 Mio. Menschen konsumieren Alkohol in missbräuchlicher Form, 1,3 Mio. Personen sind alkoholabhängig. Weitere 6,2 Mio. trinken Alkohol in gesundheitlich riskanter Weise.

Komasaufen und akuter Rausch sind kein Jugendproblem
Die Zahlen der Krankenhausbehandlungen durch akute Alkoholvergiftungen stieg von 2007 auf 2008 in allen Alterstufen auf insgesamt 109.283 Fälle. Bei den 10 - 20-Jährigen um 170,2%, in den Altersgruppen 65 - 70 Jahre und 75 - 80 Jahre jeweils um 165% und in den Altersgruppen 70 - 75 Jahre und 80 - 85 Jahre jeweils über 200%. Lediglich in den Altersgruppen zwischen 35 und 50 Jahren lagen die Zuwachsraten für einen akuten Rausch unter 10%.

Alkohol und Gewalt: Eine enge Verbindung
Das Risiko, sowohl Gewalttäter als auch Gewaltopfer zu werden, steigt durch riskanten Alkoholkonsum erheblich. Drei von zehn aufgeklärten Gewaltdelikten wie schwere Körperverletzung, Totschlag oder Vergewaltigung werden unter Alkoholeinfluss verübt. 2008 waren es 52.381 Fälle. Opfer sind vor allem Frauen und Kinder im familiären Umfeld. Häufig unter Alkoholeinfluss geschehen auch Gewalttaten von Jugendlichen sowie Gewalt in der Öffentlichkeit

Tabakkonsum rückläufig
Im Jahr 2008 ging der Verbrauch von Zigaretten um 3,8% auf 87,5 Mrd. Stück zurück. Damit sank der Pro-Kopf-Verbrauch auf 1.068 Stück (2007: 1.112 Stück). Im Jahr 2009 rauchten insgesamt 29,9% der Bevölkerung, davon 33,9% Männer und 26,1%  Frauen. Ein Trend bleibt bei beiden Geschlechtern erhalten: Die Jüngeren (z. B. 18 - 29 Jahre, M: 43,2%; F: 37,9%) rauchen mehr als die Älteren (z. B.60 - 69 Jahre, M: 21,5%; F: 14,4%). Es muss jährlich von 110.000 - 140.000 tabakbedingten Todesfällen ausgegangen werden.

Arzneimittel werden zunehmend zum Suchtmittel
4 - 5 % aller häufig verordneten Arzneimittel besitzen ein eigenes Suchtpotenzial und sind verordnungspflichtig. Schätzungsweise ein Drittel dieser Mittel werden nicht wegen akuter Probleme, sondern langfristig zur Suchterhaltung und zur Vermeidung von Entzugserscheinungen verordnet. Schätzungsweise 1,4 Mio. Menschen sind abhängig von Medikamenten mit Suchtpotenzial, 1,1 - 1,2 Mio. von Benzodiazepinderivaten und weitere 300.000 - 400.0000 Menschen von anderen Arzneimitteln.

Stärker im Focus: Medikamentenabhängigkeit im Alter
1,7 bis 2,8 Mio. der über 60-Jährigen weisen einen problematischen bzw. abhängigen Gebrauch von psychoaktiven Medikamenten oder Schmerzmitteln auf. Dabei ist der Übergang von der Einnahme aus medizinischen Gründen hin zu dauerhaft missbräuchlichem Gebrauch oft fliessend - und erfolgt häufig nahezu unbewusst.

Risikoverlagerung beim Glücksspiel
Der Umsatz der Geldspielautomaten mit Gewinnmöglichkeit (hohes Suchtrisiko!) stieg um 6,6% auf 8,1 Mrd. Euro und wurde somit zum umsatzstärksten Glücksspielbereich (32,6%). Die DHS schätzt die Zahl der pathologischen Glücksspieler auf über 220.000 Personen.

Pressemitteilungen der DHS

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