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Gemeinsames Lernen
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20 Jahre "Check it!" - Eine nicht alltägliche Unterrichtsreihe zur Suchtprävention

29.10.2018

"Wenn Alkohol und Tabak so schädlich sind, warum sind sie dann erlaubt? Ein bisschen Cannabis ist doch erlaubt, oder!? Wie jetzt, der suchtkrank?! Der Mann ist doch fit und clever." Das sind Fragen und Statements von jungen Menschen, die den Fachkräften der Fachstelle für Suchtvorbeugung bei den "Check it!"-Veranstaltungen immer wieder begegnen. Seit 20 Jahren ist "Check it!" eine etablierte und doch ungewöhnliche Unterrichtsreihe zur Suchtprävention für alle Schulformen. Allein in Mülheim haben ca. 10.000 Schüler/innen die jeweils sieben Module der Unterrichtsreihe zur Suchtprävention seit ihrem Bestehen erlebt. Darüber hinaus sind ca. 30.000 Schüler/innen in mehreren Projektstädten wie Aachen, Bochum und Dortmund mit diesem Angebot erreicht worden.

Vorsichtiges Nachfragen, lebendiges Diskutieren, Lachen, Beifall, mal großspurig und gelangweilt, meistens neugierig und interessiert – so erleben die Beteiligten aus Schule, Polizei, Selbsthilfe, Beratung, Therapie und Suchtprävention die mitmachenden Schülerinnen und Schüler. Das Angebot von "Check it!" erfüllt durch seine Vielschichtigkeit die wissenschaftlichen Qualitätsansprüche von Suchtprävention. Zum Konzept

In der Schule startet die Reihe mit einer anonymen Bestandsaufnahme des Konsumverhaltens und die Funktionen Suchtmitteln werden beleuchtet. Beim Besuch in der Jugendberatung/Fachstelle für Suchtvorbeugung der ginko Stiftung für Prävention stehen vielfältige Informationen und der Umgang mit problematischen Alltagssituationen und frühzeitige Hilfsmöglichkeiten im Vordergrund. Den Sinn von Gesetzen, Werten und Normen und was ist im Zusammenhang mit Suchtmitteln erlaubt oder verboten erläutert eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter der Polizei in der Schulklasse. Zur Unterrichtsreihe zählt weiterhin der Besuch eines Betroffenen aus einer Selbsthilfegruppe, der die Auswirkungen von Suchterkrankungen auf Familie, Freunde und Arbeit aus seiner ganz persönlichen Sicht darstellt. Zum Schluss besuchen die Jugendlichen eine Therapieeinrichtung – ein anspruchsvoller und manchmal auch sehr emotionaler Termin, denn die Patient/innen sprechen über ihre oftmals langen und schwierigen Wege aus der Sucht.

"Manchmal sind Schülerinnen und Schüler zunächst skeptisch, weil sie befürchten, wir wollen alles verbieten, was man im Jugendalter so ausprobiert", weiß Norbert Kathagen zu berichten. "Sie merken aber recht schnell, dass es darum gar nicht geht, sondern wir ihnen Fähigkeiten vermitteln wollen. Dazu gehören Informationen über die Suchtmittel, ihre Wirkungen auf den Körper die Reflexion des eigenen Verhaltens und die Entwicklung alternative Lösungsstrategien."

Die Kontakte mit Betroffenen bzw. Kooperationspartner/innen aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen vertiefen den persönlichen Bezug für Schüler und verdeutlichen die Alltäglichkeit, Nähe und Bedeutung des Themas.

Steigende gesellschaftliche Anforderungen, das Bedürfnis nach Rausch und scheinbar leichte "Hilfsmittel" wird es auch in Zukunft geben. Entsprechend muss sich Suchtprävention weiterentwickeln und auf gesellschaftliche Veränderungen eingehen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Digitalisierung, denn sie bringt sowohl viel diskutierte digitale "Suchtmittel", wie das Handy oder das Internet, hervor.  Auf der anderen Seite entwickeln sich daraus spannende Möglichkeiten für die Prävention. Bei "Check it!" ergänzen sich intensive Gesprächsmodule und digitale Angebote, wie z.B. die Apps der ginko Stiftung für Prävention oder der Actionbound, eine digitale suchtpräventive Schnitzeljagd oder die gleichnamige Facebook-Seite.

Neben den klassischen Präventionsthemen wie Alkohol, Tabak, Medikamente und Cannabis treten stoffungebundene und digitale Themen vermehrt in den Vordergrund. Onlinegaming, Handykonsum, Glücksspiel oder auch Legal Highs sind aktuelle Herausforderungen für Jugendliche und somit der Unterrichtsreihe "Check it!"

Die Stärkung der sozialen Kompetenzen der Schüler/innen stehen bei "Check it!" klar im Mittelpunkt. Doch auch die Eltern und ihre Fragen im Umgang mit schwierigen Erziehungsfragen beziehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mülheimer Fachstelle regelmäßig seit fast einer Generation durch Beratung und Elternveranstaltungen mit ein.

Norbert Kathagen, der die Unterrichtsreihe vor 20 Jahren mitentwickelte und mit allen Schulformen durchführt, erinnert sich gerne an Begegnungen mit Teilnehmenden. "Eine Lehrerin bemerkte kürzlich: "Ich war früher als Schülerin bei Ihnen und heute darf ich mit meinen Schülern kommen. Es ist immer noch interessant und lebendig"." Allerdings stellt sich immer noch die Eingangsfrage, denn Alkohol und Tabak sind trotz erwiesener Schädlichkeit erlaubt und gesellschaftlich akzeptiert.

Ein besonderer Dank geht an die Mit-Entwicklerin Anneke Ratering, sowie die Kooperationspartner/innen, die mit ihrem Beitrag diese Unterrichtsreihe über 20 Jahre hinweg in Mülheim möglich gemacht haben.

Udo Hölzner, Guttempler

Bernd Pörtener, Kreuzbund

Peter Metzger, Fliedner Krankenhaus

Andrea Quass, Fliedner Haltepunkt

Stefan Fleuth, Fliedner Haus Engelbert

Uta Bauer, Polizei Essen / Mülheim

Natalie Steinert, Camillushaus, Telefonnotruf Essen

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Haupt und ehrenamtliche tätige Menschen, die "Check it!" in anderen Städten und Kreisen für die Schüler/innen möglich machen.

Vielen Dank!!!

Kontakt

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Mit dem Auto

Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Hier können Sie die Wegbeschreibung  herunterladen.