„Unperfekt schön!“
Im Rahmen des Projekttages „Fit for life“ am 14.02.2013 nahmen zehn Schülerinnen des Berufskollegs Lehnerstraße an dem von der ginko Stiftung für Prävention angebotenen Workshop zum Thema „Körperkult und Schönheitsideal“ teil.
Die Teilnehmerinnen und das Team der Jugendberatung beschäftigten sich mit Themen rund um Schönheit und Verschönerung. Tattoos und Piercings sind mittlerweile alltägliche Möglichkeiten einer vorübergehenden oder bleibenden „Body Modification“. Implantate und „Bagelheads“ sind exotischere Spielarten der ästhetischen Körperveränderung. Was ist „normal“ und was kann gefährlich werden? Was kommt für mich in Betracht und was lehne ich ab? Auch Themen wie Essstörungen wurden angesprochen. Ziel des Workshops war es, den Teilnehmerinnen die Möglichkeit zu geben, sich in der Gruppe mit der vorherrschenden Körper- und Schönheitskultur auseinanderzusetzen.
Abschließend stellten die Schülerinnen eine Collage zum Thema „Schönheit“ zusammen. Als Ergebnis wurde festgehalten: „Wir sind zwar nicht perfekt, aber dafür unheimlich schön!“
Schönheit ist eine Massenware und gleichzeitig Ausdruck von Individualität und Persönlichkeit. Es ist nicht einfach, sich gegen vorherrschende Idealbilder zu stellen. In der Gruppe wurde deutlich, dass jede die Verschönerung ihres Körpers als eine individuelle Veränderung betrachtet. Jeder Körper ist ein Unikat.
„Themen, die den Körper und Körperverschönerung betreffen, sind sehr privat und manchmal auch intim. Wir danken den Teilnehmerinnen für die offene Mitarbeit und für die vielen Beiträge zum Thema“, so Ulrike Weihrauch und Hans-Jürgen Haak von der Jugendberatungsstelle. „Die Erfahrungen aus diesem Projekttag werden in die Weiterentwicklung des Workshops ‚Körperkult und Schönheitsideal‘ einfließen.“