MOVE - Prävention im Betrieb
Als inhouse - Schulung wurde die dreitägige Fortbildung zur „Motivierenden Kurzintervention bei Rauschmittel konsumierenden Jugendlichen" (MOVE) in der BBWE (Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung und Begleitung) durchgeführt. Pädagogen und Ausbilder, die überwiegend mit arbeitslosen bzw. von Arbeitslosigkeit bedrohten Jugendlichen arbeiten, nutzten die Möglichkeit motivationsfördernde Gespräche in Theorie und Praxis zu erlernen. Der Umgang mit riskant Suchtmittel konsumierenden Jugendlichen ist Teil des Arbeitsalltags und daher von Bedeutung für den Erfolg der angebotenen Maßnahmen.
Das Konzept, welches u.a. auf der motivierenden Gesprächsführung nach Miller und Rollnik (1999) beruht, soll Kontaktpersonen von riskant konsumierenden Jugendlichen befähigen, die Veränderungsbereitschaft der Jugendlichen in Hinblick auf ihr Konsumverhalten zu erhöhen. In den 12 Bausteinen wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, denen oftmals nur Zeit für sogenannte „Tür und Angel - Gespräche" bleibt, Möglichkeiten aufgezeigt, wie diese Zeit effizient genutzt werden kann, um die Jugendlichen dazu anzuregen ihr Konsumverhalten zu hinterfragen.
Die Trainerin Anna Segeth und der Trainer Norbert Kathagen vermittelten Themen, wie z.B. Empathie, Strategien des „Aktiven Zuhörens“, Aufdecken und Benennen von Diskrepanzen sowie Umgang mit Widerstand in Theorie und Praxis. Basierend auf dem Transtheoretischen Modell der Veränderung wurden für die Jugendlichen passende Interventionen erlernt und geübt und somit die Kompetenzen zur Gesprächsführung der Mitarbeiter/innen erhöht. Aufgrund des hohen Bedarfs und der durchweg positiven Bewertungen sind weitere Schulungsmaßnahmen für das BBWE ist geplant.