Rückblick auf die Aktionstage "Sucht hat immer eine Geschichte"

03.12.2025

Nach über zwei Wochen vielseitigem Programm werfen wir einen Blick zurück auf Lesungen, Vorträge, Theaterstücke, viele gute Gespräche und erstmalig gemachte Erfahrungen. Thematisch konnten die Aktionstage in Mülheim eine Idee von der Breite des Spektrums der suchtpräventiven Arbeit geben. Von Cannabis- zu Medienkonsum, zwischen Lebenskompetenzförderung und dem Zusammenspiel von Sucht und Depression oder Sucht und Gewalt ging es auch um gemeinsames Erleben - um das, was uns stärkt.
 

In Daniel Schreibers kürzlich erschienenem Essay "Liebe! Ein Aufruf" liest man, dass die Entwicklungen in der politischen Landschaft viele Menschen dazu gebracht haben, "die Ideen von Fürsorge und sozialer Gerechtigkeit als einen Luxus anzusehen, den wir uns nicht mehr leisten" können. Vielleicht war der die Aktionstage eröffnende Vortrag des emeritierten Professor Martin Hafen deswegen so ein Balsam für viele der Anwesenden: Weil er die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Themenkomplex "Lebenskompetenzen" in einen gesellschaftspolitischen Kontext gesetzt hat. Martin Hafen warf einen wertschätzenden Blick auf die vorhandenen Bemühungen des Hilfesystems und die in ihm arbeitenden Menschen  und benannte gleichzeitig die Verfehlungen ebendieses Systems deutlich  - ohne Zynismus und immer mit Blick auf die gegebenen oder verwehrten Chancen für ein gelingendes Aufwachsen. 

 

Fragerunde zum Theaterstück "Philotes" des theater.spiel Witten

In der Woche vor der Eröffnung waren bereits Hunderte von Schüler:innen durch Lesungen, Theaterstücke und Workshops über Sucht, Cannabis und Gaming in Austausch gekommen. Im Elterncafé gab es großen Gesprächsbedarf zum Grenzen setzen und der elterlichen Verantwortung beim Medienkonsum im Kontext der gewaltfreien Kommunikation. Und der Mülheimer Stadtverband des Kreuzbunds hat getan, was er zuverlässig rund ums Jahr tut: Gelegenheiten für abstinente Freizeiterlebnisse und vertrauensvolle Gespräche schaffen. Vielen Dank dafür! 

In der Kooperation mit dem Büro für Chancengleichheit der Stadt konnten anlässlich des sich am 25.11. jährenden Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt an Frauen gleich zwei Filme gezeigt werden. Mit "Love Lies Bleeding" lief im Rio Filmtheater eine fiebrige und abgründige queere Romanze, in der Konsum und Gewalt eine tragende Rolle spielen. Wenig Publikum fand leider der wirklich empfehlenswerte Dokumentarfilm "Einblicke" über die Arbeit der Frauen*-Sucht-Beratung LAGAYA in Stuttgart. Im Berufskolleg Lehnerstraße kamen 20 Schüler:innen über den Film "Fish Tank" von 2009 in wertvollen Austausch.

Weitere Angebote für fachlichen und persönlichen Austausch boten sich beim Vortrag zu "Sucht, Depression und PTBS", im regelmäßig stattfindenden Gruppenangebot "Queer Sohbet" und dem Elternabend der MedienScouts der Karl-Ziegler-Schule. Auch der Informationsstand der Kampagne "Stark Bleiben" am ersten Adventssamstag im Forum zog viel Aufmerksamkeit auf sich. Die vielen offenen Angebote der Suchtselbsthilfe und auch Möglichkeiten des gemütlichen Austausches für Frauen* und Mütter während der Aktionstage verdienen Aufmerksamkeit als nicht spezifische, aber gelebte Beiträge zur Suchtprävention. 

Last but not least wollen wir hier die Ausstellung der "Rauschbilder" von Schüler:innen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule erwähnen. Eine kreative und oft sehr intime Auseinandersetzung mit den Themen Konsum und Rausch. Herzlichen Dank, dass die Bilder im Rathaus ausgestellt werden konnten.

Unser Dank gilt dem Arbeitskreis Suchtprävention der Stadt sowie allen Kooperationspartner:innen und Beteiligten. Nicht möglich gewesen wäre die Woche ohne die Unterstützung der Landesfachstelle für Suchtprävention hier in der ginko Stiftung für Prävention. 

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Aus Düsseldorf: Auf der A 52 in Richtung Essen fahren Sie bis zum Breitscheider Kreuz und dort auf die A3 in Richtung Köln/Oberhausen. Folgen Sie der Beschilderung A52/Essen/Ratingen-Breitscheid. Nehmen Sie die Ausfahrt 25/Breitscheid und fahren Sie Richtung Ratingen/Breitscheid/Mülheim a.d.R.-Süd. Halten Sie sich an der Gabelung links und folgen der B1 in Richtung Mülheim a.d.R./Breitscheid-Nord. Dann biegen Sie links in die Kölner Straße/B1 ab. Folgen Sie der Straße immer weiter geradeaus auf die Obere Saarlandstraße den Berg hoch.

Nach ca. 8 km biegen Sie hinter der Aral-Tankstelle (rechte Seite) links ab auf den Werdener Weg Richtung Stadtmitte, der in die Kaiserstraße übergeht.

Links der Schienen befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich auf der Kaiserstraße 90 die ginko Stiftung für Prävention.

Aus Essen: Von der A 40 nehmen Sie die Ausfahrt 19 Mülheim-Zentrum/Heißen und fahren ca. 5 km immer geradeaus auf der Essener Straße/B1 in Richtung MH-Zentrum bis zur Ampelkreuzung. Dort biegen Sie links in die Kaiserstraße ab, die Sie knapp 1 km hochfahren. Auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention, schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd mit Schwimmbad, Sporthalle sowie großem Parkplatz. Um dort zu parken, wenden Sie links an der nächsten Ampelkreuzung in die Gegenrichtung (über die Schienen). 

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Der Hauptbahnhof Mülheim ist mit mehreren RE, RB und S-Bahnen erreichbar. Von dort können Sie zu Fuß laufen oder die Straßenbahn 112 nehmen.

Zu Fuß: Dauer ca. 12 Minuten: Sie gehen durch das angrenzende Einkaufzentrum (Forum) hindurch bis zum Ende (Woolworth). Hier nehmen Sie die Treppe nach unten, gehen geradeaus und kommen durch das Gebäude auf den Kaiserplatz. Hier überqueren Sie die Straße (zwei Ampeln). Ab hier laufen Sie parallel der Schienen die Kaiserstraße immer weiter hinauf, auf der rechten Seite befindet sich die ginko Stiftung für Prävention - Hausnummer 90 - schräg gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

Mit der Straßenbahn: Zu Fuß bis zum Kaiserplatz. Dort nehmen Sie an der "Haltestelle Kaiserplatz" die Straßenbahn-Linie 112 Richtung "Hauptfriedhof". Nach zwei Haltestellen steigen Sie am "Sportzentrum Süd" aus. In Fahrtrichtung rechts 60 Meter die Straße wieder herunter finden Sie die ginko Stiftung für Prävention gegenüber der Arbeitsagentur/Sportzentrum Süd.

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