Fachstelle für Sucht­vorbeugung
Jugend­beratungs­stelle
in Mülheim an der Ruhr

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Feier statt reihern - Alkoholprävention in der Karnevalszeit

13.08.2013AR

Alkoholvergiftungen, Unfälle, Schlägereien oder sexuelle Übergriffe treten als negative Begleiterscheinungen von Alkoholkonsum bzw. –missbrauch gerade in der der Karnevalszeit gehäuft auf. Die Prävention des Alkoholmissbrauchs ist deshalb gerade in dieser Zeit zu intensivieren. Deshalb führt der Arbeitskreis Suchtvorbeugung jährlich Aktionstage unter dem Motto „Feiern statt reihern" während der Karnevalszeit durch.

Ziel der Aktionstage ist es, Jugendliche über Folgen des Alkoholkonsums zu informieren und zur Reduzierung des Alkoholmissbrauchs beizutragen.

Notwendigkeit von Alkoholprävention

Nach aktuellen Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt es Erfolge in der Prävention zu verzeichnen. Der allgemeine Alkoholkonsum bei Jugendlichen ist rückläufig, der Konsum von Spirituosen, mitunter in Verbindung mit riskanten Trinkritualen wie Rucksack- oder Eimer-Saufen, aber weiterhin bedenklich. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen auf Grund von Alkoholvergiftungen sinkt zwar leicht, liegt aber weiterhin auf hohem Niveau. Präventive Aktivitäten sind notwendig, wobei das Zusammenwirken verschiedener Fachinstitutionen wie Schule, Suchtprävention, Polizei und Ordnungsbehörden unabdingbar ist.

Neben den individuellen Konsumgründen spielen gruppenbedingte Verhaltensweisen eine wichtige Rolle für den Alkoholkonsum von Jugendlichen. Für die Prävention ist darüber hinaus die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen durch Geschäfte, Gaststätten und auch Eltern ebenfalls eine wichtige strukturelle Aufgabe.

Alkoholpräventive Aktivitäten durch „Feiern statt reihern“

  • Spezielle Hinweise an Verkaufsstellen geben
  • Alkohol trinkende Jugendliche während des Karnevalszugs ansprechen
  • Junge Fahranfänger/-innen gezielt über Wirkungen und Folgen des Alkoholkonsums im Straßenverkehr informieren
  • Alk-Parcours der Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“
  • Kulturpädagogische Angebote (z.B. Theaterstück, Lesung, Filmprojekt)
  • Informationsveranstaltungen für Eltern
  • Fahrsimulator
  • Alkoholfreie Cocktails
  • Verteilung und zur Auslage von Info-Cards „Alkohol“ in Discotheken und Clubs. Diese geben Hinweise, wie Alkohol im Körper wirkt und welche negativen Folgen er hervorrufen kann (Filmriss, Aggressionen, sexuelle Übergriffe, Alkoholvergiftung)

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