Fachstelle für Sucht­vorbeugung
Jugend­beratungs­stelle
in Mülheim an der Ruhr

Kontrast Leichte Sprache

Genderangebote

21.09.2015RN

Der Konsum oder der Missbrauch legaler wie illegaler Substanzen ist ebenso wie problematische Verhaltensweisen in Bezug auf Glücksspiel, Internetnutzung und Essen abhängig vom jeweiligen Geschlecht des/der Betroffenen. Die suchtvorbeugende Arbeit der ginko Stiftung für Prävention berücksichtigt diese geschlechtsspezifischen Aspekte und ist genderbezogen ausgerichtet. Darüber hinaus werden besondere Aktivitäten in der genderorientieren Suchtprävention angeboten.

Mädchenkulturfestival, Jungenkulturfestival, Planspiel Blueboys


Mädchenkulturfestival

Buntes Logo des Mädchenkulturfestivals

Seit 1994 hat sich das Mädchenkulturfestival in Mülheim an der Ruhr zu einer guten Tradition entwickelt. Einmal im Jahr bieten Frauen aus viele verschiedenen Berufen und Institutionen (unter der Koordination der AGOT Mitarbeiterinnen) Mädchen ab 9 bzw. ab 14 Jahren die Möglichkeit, sich in handwerklichen, meditativen, sportlichen, kreativen, selbstreflektierenden, entspannenden wie anspannenden Tätigkeiten zu erproben.

Jungenkulturfestival

Logo des Jungenkulturfestival

Seit 2002 gibt es äquivalent zum Mädchenkulturfestival auch ein Jungenkulturfestival.

Auf Initiative einiger Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft offener Türen (AGOT), der ginko-Stiftung und weiteren Mülheimer Einrichtungen hin wird seitdem einmal im Jahr ein abwechslungsreiches Kulturangebot für Jungen in Mülheim gemacht.

Blueboys

Ein Planspiel von Männern für Jungen zu Alkoholkonsum und Sozialkompetenz für Jungen von 12 bis 14 Jahren. In diesem Alter haben sie bereits einige geschlechtsbezogene Erfahrungen gesammelt und sind intensiv auf der Suche nach neuen Erfahrungen. Dabei spielt das Austesten von Grenzen eine große Rolle.

Planspiel für Jungen zum Thema Alkohol

Mit dem Planspiel blueboys werden zwei geschlechtsspezifische Aspekte der männlichen Sozialisation bearbeitet: zum einen das Thema Alkoholkonsum bzw. -missbrauch und zum andern das Sozial- und Gruppenverhalten von Jungen.

Der Alkoholkonsum von Jungen unterscheidet sich sowohl quantitativ wie auch qualitativ häufig von dem der Mädchen. Im statistischen Mittel trinken Jungen deutlich mehr und häufiger Alkohol als Mädchen. Zudem wird insbesondere das "Kampftrinken", also exzessiver Alkoholkonsum in kurzer Zeit, als falsch verstandener Ausdruck von Männlichkeit angesehen und praktiziert.

Ein Ziel des Planspiels ist es, zu verdeutlichen, dass sich in dieser Form des Alkoholkonsums das typische männliche Leistungsdenken widerspiegelt und dieses Verhalten von Männern nicht angeboren ist, sondern gesellschaftlich produziert wird und damit veränderbar ist. Durch eine solche Sicht wird es den Jungen ermöglicht bzw. erleichtert, aus solchen Ritualen auszusteigen ohne „unmännlich“ zu sein.

Ein zweiter zentraler Aspekt des Planspiels betrifft das Sozial- und Gruppenverhalten von Jungen in Bezug auf ihr Kommunikations- und Problemlöseverhalten. In reinen Jungengruppen sind sie selbst gefordert, selbst für ein gutes Gruppenklima zu sorgen und auftretende Schwierigkeiten und Konflikte partnerschaftlich und konstruktiv zu lösen, was in gemischten Gruppen häufig Mädchen übernehmen.

Das Planspiel dauert ca. 4 Stunden. Die Durchführung wird von männlichen Pädagogen übernommen, die in ihrer Spielleiterfunktion automatisch eine Vorbildfunktion als Rollenmodell für Jungen übernehmen. Für Jungen ist es wichtig Männer zu haben, die ihnen ein „Mannsein“ jenseits von überkommenen Männlichkeitsbildern vorleben.

Download Konzept (Blueboys-gesamt.pdf: 1,6 MB)

Falls Sie sich für die Durchführung des Konzeptes an Ihrer Schule interessieren, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf:

Norbert Kathagen
E-Mail: 6E2E6B6174686167656E4067696E6B6F2D7374696674756E672E6465
Tel.: 0208 - 300 69 44.


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