Landes­koordinierungs­stellefür Sucht­vorbeugungin NRW

Kontrast

Prozess- und interaktionsorientierte Konzepte

Trias-Konzept

Das Trias-Modell, das bereits Anfang der 1970er-Jahre von Kielholz und Ladewig formuliert wurde (Kielholz & Ladewig, 1973), basiert auf der Annahme, dass Drogenmissbrauch ein Resultat des Zusammenwirkens verschiedener Faktoren in der Person, der Umwelt und der Droge ist. Somit kann dieses Konzept auch als Rahmen gesehen werden, in den eine Vielzahl von Modellen unterschiedlichster Genese eingeordnet werden könnten. Da das Konzept sehr allgemein gehalten ist, ohne ein explizites Ursachen-, Bedingungs- oder Interaktionsgefüge aufzuzeigen, kann nur aufgelistet werden, welche Variablen den drei Hauptelementen zuzuordnen sind.

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Lernpsychologische Konzepte

Die lernpsychologischen Konzepte gehen grundsätzlich von der Annahme aus, dass sowohl normales als auch abweichendes Verhalten aufgrund der gleichen Lernprinzipien erworben wird (Wöbcke, 1977) und betonen dabei in der Hauptsache die externe Determination des Suchtverhaltens unter Berücksichtigung kognitiver und affektiver Aspekte. Zur Erklärung des Beginns und der Aufrechterhaltung des Drogenkonsums sowie des Rückfalls in die Abhängigkeit nach Zeiten der Enthaltsamkeit werden in der Hauptsache die klassischen Leerprinzipien wie die klassische und operante Konditionierung sowie das Lernen am Modell herangezogen (Bühnnger, 1990).

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Entwicklungspsychologische Konzepte

Eine Reihe von Autoren (Silbereisen & Kastner, 1984; Silbereisen, 1990; Kandel et al., 1978; Kandel et al., 1987) haben den Versuch gemacht, Drogenkonsum in Zusammenhang mit Lebensabschnitten und Lebensereignissen zu bringen. Kandel (1983, Kandel et al., 1978) stellt die Hypothese auf, dass das Drogenverhalten bestimmten kulturell bedingten Entwicklungsstadien unterliegt. Dabei spielen jeweils unterschiedliche Kausalfaktoren eine Rolle.

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Sozialpsychologische Konzepte

Unter dieser Überschrift ist insbesondere die "Theorie des Problemverhaltens" von Jessor & Jessor (1983, 1977) zu nennen, die genaugenommen eine Kombination aus entwicklungs- und sozialpsychologischen Elementen darstellt. Ihre Komponenten sind die Persönlichkeit, die Umwelt und das Verhalten, aus deren Wechselbeziehung ein dynamischer Zustand resultiert, der als "Anfälligkeit für Problemverhalten" bezeichnet wird.

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Soziologische Konzepte

Die soziologischen Erklärungsansätze fokussieren auf das gesellschaftliche Umfeld des Individuums und dessen Auseinandersetzung damit. Nach Kutsch & Wiswede (1980) sind die häufigst zitierten Theorien zur Erklärung abweichenden Verhaltens, die auf die Substanzabhängigkeit angewandt werden, die Anomietheorie, die Zuschreibungstheorie (labeling approach) sowie die Theorie der differentiellen Assoziation (siehe auch Lukoff, 1983).

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Sozialisationstheoretische Ansätze

"Die neueren sozialisationstheoretischen Ansätze bemühen sich darum, die komplexe lebensweltliche und lebensgeschichtliche Verflechtung der Entstehung von sozialer und psychischer Auffälligkeit und körperlicher Beeinträchtigung herauszuarbeiten und zugleich diesen Prozess als einen schrittweisen und ständigen Veränderungen unterliegenden Entwicklungsprozess zu analysieren" (Hurrelmann, 1988).
In seinem "Modell für den stufenweisen Entstehungsprozess sozialer Abweichung, Verhaltensauffälligkeit und Gesundheitsbeeinträchtigung" trägt Hurrelmann (1988) diesem Ansatz Rechnung. Er geht dann grundsätzlich von dem Zusammenwirken von Persönlichkeits- und Umweltmerkmalen aus.

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