Fachstelle für Sucht­vorbeugung
Jugend­beratungs­stelle
in Mülheim an der Ruhr

Kontrast

Jugendfilmtage 2016 – der Arbeitskreis Suchtvorbeugung in Aktion

04.07.2016DK

 In einer anderen Form als sonst im Schulalltag zeigten sich die städtischen Akteure der Suchtvorbeugung aus Mülheim bei den Jugendfilmtagen 2016.

Foto: Sinus GmbH, Fabian Strauch Funke Fotoservice 

Foto: Sinus GmbH, Fabian Strauch/ Funke Fotoservice

Sowohl die 850 Jugendlichen als auch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer der 28 Klassen waren überzeugt von dem Konzept „Jugendliche da erreichen, wo sie gerne hingehen – ins Kino“. Die JugendFilmTage werden von der BZgA mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) ausgerichtet. Sie sind Teil der BZgA-Kampagnen zur Förderung des Nichtrauchens und zur Prävention von Alkoholmissbrauch und reisen in einer Tournee durch 16 Bundesgebiete. Von der ginko Stiftung für Prävention dieses Jahr in die Ruhrstadt geholt, gestalteten die Mitwirkenden des Arbeitskreises Suchtvorbeugung* vor Ort dieses öffentlichkeitswirksame Highlight bestehend aus Filmvorführungen und Aktionen. 

 

Durch großes Engagement war es möglich, die vielen aktiven Mitmachmethoden im Kinofoyer vor den Filmstarts durchzuführen. Beim Fragenduell „Denk mit und zeig, was du drauf hast“ konnten die Jugendlichen ihr Wissen überprüfen. Im Promille-Run „Voll neben der Spur“ erlebten sie über Spezialbrillen, wie ein Alkoholrausch ihre Wahrnehmung und Koordination beeinträchtigt. Es zeigte sich: an den Stationen wurden die Dinge angesprochen, die die Jugendlichen bei den Themen „Alkohol und Nikotin“ bewegen. Gerade beim „Nikotin“ wurde deutlich, dass inzwischen eine Generation heranwächst, die mehrheitlich aus Nierauchenden besteht und auch benennt, wo ihre Alltagsunzufriedenheit mit den Verhaltensweisen der erwachsenen Rauchenden liegt wie z. B. beim Aufenthalt an Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Weiter  wurde auch noch die Sorge um die gesundheitlichen Risiken benannt, viele Jugendliche schossen Fotos von der Schadstoffzigarette, um sie ihren rauchenden Eltern und Familienangehörigen zeigen zu können.

Das Thema „Eltern und Suchtmittelkonsum“ kam auch in der Filmauswahl zum Ausdruck: So wurde speziell „Zoey“, ein Film des Wuppertaler Medienprojekts, ausgesucht, um die Situationen von Kindern aus suchtbelasteten Familien darzustellen. Das anschließende Auswertungsgespräch mit Bernd Pörtener (Kreuzbund) und Norbert Kathagen (Fachstelle für Suchtvorbeugung) gestalteten die Schülerinnen und Schülern sehr interessiert mit.

Alle diese erlebnisorientierten Elemente machten die JugendFilmTage zu einer „runden“ Sache. Alle Mitwirkenden waren pausenlos mit interessierten Jugendlichen in Gespräche und Aktionen vertieft, so dass Jugendliche, Lehrkräfte und Beteiligte am Schluss äußerst zufrieden mit dieser Veranstaltung waren.

*Der AK Suchtvorbeugung besteht aus: Mitarbeitenden des Amts für Kinder, Jugend und Schule, des Gesundheitsamts, der Guttempler, des Kreuzbunds, der Polizei, des Ordnungsamts, der Stadtbibliothek und der ginko Stiftung für Prävention.


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