Fachstelle für Sucht­vorbeugung
Jugend­beratungs­stelle
in Mülheim an der Ruhr

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Suchtbehandlung und -prävention bei Senioren?!

18.06.2014NK

Auf Einladung des Netzwerkes der Generationen in Mülheim Dümpten gaben Regina Wedeking von der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle der Caritas Sozialdienste und Norbert Kathagen von der ginko Stiftung für Prävention bei einem Arbeitstreffen Einblicke in das bislang wenig beachtete Thema Sucht im Alter.

Neben den älteren Menschen selbst ist das soziale Umfeld von einer Suchtproblematik betroffen. Angehörige sowie haupt- und ehrenamtlich tätige Menschen werden mit schwierigen Erfahrungen um Rausch, Abhängigkeit und den Folgen für den pflegerischen Alltag konfrontiert. Gleichzeitig zeigen Studien Ansatzpunkte und Potenziale zur Verbesserung für die Menschen im Alter auf: Therapieerfolge sind z.B. größer als bei anderen Ziel- und Altersgruppen und gesundheitliche Fortschritte stellen sich bei einigen Organen bzw. Krankheitsbildern auch im Alter noch schnell ein. Darüber hinaus stellt ein geändertes Konsumverhalten für die pflegenden Menschen ebenfalls wesentliche Verbesserungen dar.

Die demografische Entwicklung wirkt sich auch in diesem Bereich künftig vermehrt aus. Die bundesweite Praxis zeigt, dass das Thema weniger in der Seniorenarbeit, sondern überwiegend im Suchthilfebereich verortet und auch noch nicht wirklich fest verankert ist. Dies mag zum einen daran liegen, dass der Aspekt der beruflichen Rehabilitation lange eine tragende Rolle im Alltag der Suchthilfe spielte. Zum anderen wird in den Arbeitsfeldern der Pflege und Seniorenhilfe das Thema „Sucht im Alter“ von weiteren wichtigen Themen wie Demenz überlagert.

Die ginko Stiftung für Prävention möchte gemeinsam mit den Trägern der Suchthilfe in Mülheim, der Seniorenberatung und den Selbsthilfegruppen ältere Menschen, Angehörige sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für diese Thematik sensibilisieren. Lebendige Gespräche, positive Rückmeldungen und weitergehende Terminanfragen zeigten, dass es bei den Menschen im Netzwerk der Generationen sowohl enormes Engagement als auch großes Interesse an dem Thema gibt.

Eine weitere Veranstaltung mit ehrenamtlich im Seniorenbereich tätigen Menschen ist bereits für den 24.06.14 um 12.00 Uhr in der Altentagesstätte Hügelstraße 34 geplant. Denn: Hilfe ist möglich. Und für mehr Gesundheit, Lebensqualität und Lebensfreude ist niemand zu alt!


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