Fachstelle für Sucht­vorbeugung
Jugend­beratungs­stelle
in Mülheim an der Ruhr

Kontrast

Aktionstage „Feiern statt reihern“

14.03.2014AR

Alkoholprävention für Jugendliche in der Karnevalszeit

„Feiern statt reihern“ – unter diesem Titel fanden in der letzten Februarwoche wieder Aktionstage zur Suchtvorbeugung in Mülheim statt. Etwa 550 Jugendliche und Eltern setzen sich intensiv und mit Begeisterung mit dem Thema „Alkohol“ auseinander. Mit vereinten Kräften stellten die Mitwirkenden aus Gesundheitsamt, Amt für Kinder, Jugend und Schule, Ordnungsamt, Polizei, Selbsthilfe und ginko vielseitige Maßnahmen zur Verhältnis- und Verhaltensprävention auf die Beine.

Eröffnungstag

Turbulent ging es zu, als sich Schülerinnen und Schüler aus Mülheim dem Thema Alkohol auf verschiedene Weise näherten: Beim Rauschbrillenparcours und im Fahrsimulator mit Rauschbrille machten sie eigene Erfahrungen mit den Ausfallerscheinungen durch übermäßigen Alkoholkonsum. Im Medienhaus lustig, aber im realen Leben sehr gefährlich – da waren sich alle einig. Damit es bei Jugendlichen gar nicht erst zu starker Trunkenheit kommt, gibt es Altersgrenzen beim Verkauf von Alkoholika. Dass sich die Schülerinnen und Schüler damit gut auskennen, zeigten sie in einem Quiz. Alkoholfreie Cocktails als attraktive Alternative nahmen die Jugendlichen gerne an. Eine Lesung und ein Film rundeten das Programm ab.

Theater

„Der Blaumann“ war zu Gast in der Gesamtschule Saarn in Mülheim. Gelacht wurde in dem Ein-Mann-Theaterstück über das Thema Alkoholviel: über witzige Szenen, aus Erleichterung darüber, dass der „Betrunkene“ auf dem Schoß des Nachbarn landete statt auf dem eigenen und über die super Improvisationen der Mitschülerinnen und Mitschüler. Im Anschluss an das Theaterspiel diskutierten die Schülerinnen und Schüler intensiv über aufdringliche Jungen, den Ruf bei Mädchen, Aggressionen und Familie. Gemessen an der lebhaften Teilnahme der Jugendlichen eine gut gelungene Veranstaltung.

ALK Parcours

Zwei Tage lang machte der ALK-Parcours des Landes NRW in Mülheim Station. Das Besondere am zweiten Tag: der Möhnensturm! Während draußen hunderte Narren schunkelten, sangen und den Bierstand konsultierten, war drinnen im Medienhaus die Suchtprävention aktiv. Engagierte Schülerinnen und Schüler füllten den ALK-Parcours mit Leben. Es wurde gelacht, gelernt und diskutiert. „Uns hat heute alles gut gefallen“ – so das einhellige Lob aus dem Mund der Jugendlichen.

Projektwoche und Elternabend

Eine abwechslungsreiche Projektwoche zum Thema Alkohol fand mit den Schülerinnen und Schülern des 8. Jahrgangs am Karl Ziegler-Gymnasium statt. Dazu gehörten Aktionen und Informationsmöglichkeiten für Jugendliche und Eltern.

Junge Fahranfänger

Verkehrssicherheit ist eine weitere Säule der Präventionsarbeit in der Karnevalszeit. Für junge Fahranfänger gab es eine eigene Veranstaltung zum Thema Alkohol im Straßenverkehr, um sie frühzeitig für die Gefahren aller Verkehrsteilnehmer/-innen zu sensibilisieren.

Info der Verkaufsstellen

Woher bekommen Jugendliche Alkoholika, auch Hochprozentiges, das erst ab 18 Jahren erhältlich ist? Mitarbeitende des Ordnungsamts suchten gezielt Verkaufsstellen auf und informierten die Verkäuferinnen und Verkäufer über die die Regeln des Jugendschutzes, um die unberechtigte Abgabe von Alkohol an Jugendliche zu verhindern. Diese Ansprache gehört ebenso zu den Präventionsstandards wie die gemeinsamen Jugendschutzkontrollen mit der Polizei während des Karnevalsumzugs. Abschließend bleibt der Hinweis, dass es für die Karnevalisten auf den Wagen selbstverständlich ist, das es während des Umzugs keinen Alkohol gibt.

Fazit

Diese nachhaltig und vernetzt angelegten Maßnahmen haben auch dazu beigetragen, dass alkoholbedingte Begleiterscheinungen wie Alkoholvergiftungen, Alkohol im Straßenverkehr und Gewaltdelikte in Mülheim sinken.


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