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Kontrast

Auftakt der Fortbildung "MoKuSen – Motivierende Kurzintervention mit Seniorinnen und Senioren"

25.03.2019RN

Am 18./19.03.2019 fand in Mülheim der erste Durchgang der neuen Fortbildung "MoKuSen - Motivierende Kurzintervention mit Senior/innen" statt. Ehrenamtliche Seniorenbegleiter/innen und professionell in der Altenhilfe oder Seniorenarbeit tätige Menschen aus unterschiedlichen Praxisfeldern konnten in der zweitägigen Fortbildung ihre kommunikative Kompetenz erweitern und neue Gesprächsstrategien unter Anleitung erproben. Die Fortbildung, die im Rahmen des Projektes "Stark bleiben. Suchtfrei alt werden" konzipiert - und mit Mitteln der GKV gefördert wurde - zielt darauf ab, riskant konsumierende ältere Menschen frühzeitig in ihrem Lebensalltag zu erreichen und dadurch ihre individuelle Veränderungsbereitschaft zu fördern. 

Die Teilnehmer/innen bekamen Anregungen und Hilfestellungen zu einer wertschätzenden und empathischen Gesprächsführung auf Augenhöhe. Gerade Personen mit einer noch nicht manifestierten Abhängigkeit können auf diese Weise zielgerichtet unterstützt werden.
Am Ende der zwei Tage zeigten sich die Teilnehmer/innen begeistert von dem Konzept, der Schulung durch ein Trainer/innen-Tandem und die praktischen Übungen zur motivierenden Gesprächsführung in der Kleingruppe. Neben den vielen Übungen zur Gesprächsführung machten wesentliche theoretische Inhalte die Fortbildung rund.

Es verwundert nicht, dass die kostenfreie Fortbildung schnell bis auf den letzten Platz belegt war und sogar eine Warteliste angelegt werden musste. Nach dieser erfolgreich gestarteten Pilotveranstaltung wird das Konzept noch in wenigen Punkten überarbeitet und geht bereits im Juli in Bochum in einen zweiten Durchlauf. Im Herbst sind weitere Fortbildungen in Planung.

Dass es Bedarf für eine Fortbildung dieser Art gibt, belegen folgende Daten über die Verbreitung von Suchtproblemen im höheren und hohen Lebensalter in Deutschland:

  • bis zu 400.000 sind von einem Alkoholproblem betroffen
  • bei 1 bis 2 Mio. Menschen weist der Gebrauch psychoaktiver Medikamente zumindest Gewohnheitscharakter auf
  • mehr als 2 Mio. ältere Männer und Frauen rauchen

Weitere Informationen

http://www.stark-bleiben.nrw.de/

 


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