Landes­fachstelle Präventionder Sucht­kooperation NRW

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Die AG Prävention NRW – Einblicke in ein Arbeitsgremium

19.05.2022RN

In Nordrhein-Westfalen sind zur Zeit über 150 Präventionsfachkräfte tätig. Sie sind je nach Gemeinde, Kommune oder Kreis bei Sucht- oder Drogenberatungsstellen, Gesundheitsämtern oder freien Trägern angestellt. Ihre Interessenvertretung ist die Arbeitsgemeinschaft (AG) Prävention NRW. Dieses Gremium dient der Kooperation und der Vernetzung, der Förderung und Weiterentwicklung der suchtpräventiven Arbeit. Gerade für Berufsanfänger:innen und neu in die Suchtprävention eingestiegene Fachkräfte bietet die AG eine Fülle an Kontakten und Informationen. In Untergruppen besteht die Möglichkeit, sich mit speziellen Themen vertieft zu befassen.

Der erste Donnerstag in den ungeraden Monaten Januar, März, Mai, Juli, September, November ist seit vielen Jahren ein fester Termin, zu dem die Präventionsfachkräfte, kurz PFKs, sich im Mülheimer Haus des Sports treffen – unweit der ginko Stiftung für Prävention, die die Geschäftsführung dieser AG wahrnimmt. "Seit zwei Jahren treffen wir uns jedoch coronabedingt per Videokonferenz", so Armin Koeppe, Leiter der Landesfachstelle Prävention, deren Träger die ginko Stiftung für Prävention ist. "Der Vorteil ist allerdings, dass auch Fachkräfte teilnehmen können, die sonst aufgrund der Entfernung von ihrem Arbeitsort nicht zu den Präsenztreffen kommen konnten", ergänzt Malina Zelezny (PFK aus Oberhausen), die Mitglied des dreiköpfigen Sprecher:innenrats aus den Reihen der PFKs ist. Im Rahmen des fachlichen und persönlichen Austauschs entstehen immer auch Ideen oder werden Bedarfe deutlich, die eine intensivere Auseinandersetzung erfordern. "Hier schließen sich einzelne Fachkräfte zu bestimmten Themen in Unter-Arbeitsgruppen zusammen", erklärt Barbara Lübbehusen (PFK im Kreis Wesel und Mitglied im Sprecher:innenrat). Thomas Rehbein (PFK aus Wuppertal), der dritte im Bunde, fügt hinzu: "Ich freue mich wie viele andere auf das persönliche Zusammensein und den fachlichen Austausch und hoffe sehr, die Kolleg:innen bald wieder in Präsenz wiederzusehen!"

Momentan existieren sechs AGs:

  • AG Schulische Suchtprävention
    Die Richtlinien des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen empfehlen eine strukturelle Verankerung der Suchtprävention im Schulkonzept. Die AG Schulische Suchtprävention hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schnittstellen zwischen den Präventionsfachkräften und dem Setting Schule zu verbessern.
  • AG Kinder aus suchtbelasteten Lebensgemeinschaften
    Die Arbeitsgruppe erarbeitete ein Fortbildungskonzept, mit dem die örtlichen Präventionsfachkräfte eigene Angebote in Schulen, Jugendhilfe und Elementarbereich durchführen können. Es geht darum, wie pädagogische Fachkräfte Kinder bzw. Jugendliche aus suchtbelasteten Lebensgemeinschaften ansprechen und auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Die Gruppe erarbeitet außerdem eine "Fitkidstasche" mit Methoden für die Schulung von Multiplikator*innen.
  •  AG Social Media
    Spätestens seit den coronabedingten Einschränkungen haben viele Einrichtungen nach alternativen Wegen gesucht, um Jugendliche oder Multiplikator:innen aus dem Jugendbereich zu erreichen. Social Media eröffnete Wege, um in Verbindung zu bleiben und die eigene Arbeit darzustellen.
  • AG Achtsamkeit
    Achtsamkeit in der Suchtprävention hat einen wichtigen Stellenwert bei der Förderung der sozialen Kompetenzen, dem Umgang mit eigenen Gefühlen und der Fähigkeit der Selbstregulation. Diese Aspekte sind wichtige Bausteine einer nachhaltigen und wirksamen Verhaltensprävention.
  • AG Stark bleiben. Suchtfrei alt werden
    Die Arbeitsgruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, das Thema "Suchtprävention im Alter" sichtbar zu machen und Angebote für den Seniorenbereich zu erarbeiten wie z.B. den "Handlungsleitfaden Suchtvorbeugung im Alter – für Multiplikatoren in der Seniorenarbeit und Fachkräfte für Suchtvorbeugung".
  • AG Kita
    Die AG Kita begann damit, dass PFKs sich gegenseitig Programme und Methoden für die Arbeit im Elementarbereich vorstellten und diskutierten. Aus der Arbeit entstand eine Broschüre, die einen Überblick gibt über die Anforderungen der Suchtprävention im Elementarbereich und Eingliederung in die Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte.

Die hier aufgelisteten Unter-Arbeitsgruppen stellen wir in gesonderten Beiträgen einzeln vor.

Für Fragen und Auskünfte

ginko Stiftung für Prävention

Landesfachstelle Prävention der Suchtkooperation NRW

Kaiserstr. 90

45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 30069-31

E-Mail: 696E666F4067696E6B6F2D7374696674756E672E6465


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