Landes­fachstelle Präventionder Sucht­kooperation NRW

Kontrast Leichte Sprache
Bild von Martin Wilson auf Pixabay- Bild von Martin Wilson auf Pixabay -

Welche Auswirkungen hat Stress auf uns?

09.01.2026LW

Was ist eigentlich Stress?

Wir benutzen den Begriff oft und manchmal sogar mehrmals täglich. Meist nehmen wir uns nicht die Zeit, um konkreter über unseren Stress nachzudenken. Wenn wir sagen, dass wir gestresst sind, kann das vielfältige Ursachen haben: hohe Erwartungen an uns selbst, Prüfungsdruck, ständige Verfügbarkeit und Informationsflut (social media) oder Konflikte mit Mitmenschen. Auch persönliche Probleme und finanzielle Sorgen können Stress auslösen.

Stress ist keine Ursache an sich, sondern eine natürliche Reaktion unseres Körpers auf Situationen, die neu, unvorhersehbar oder unkontrollierbar zu sein scheinen. Grundsätzlich ist eine Stressreaktion weder negativ noch positiv, sondern erstmal eine körperliche Antwort auf eine Begebenheit. Unsere körperliche Reaktion hilft uns, in bestimmten Situationen angemessen zu reagieren.

Was passiert genau im Körper, wenn wir gestresst sind?

Beispiel: Wir spazieren gemütlich einen Weg entlang und schauen nicht so genau hin, wohin wir treten. Auf einmal nehmen wir aus dem Augenwinkel eine schlängelnde Bewegung am Boden wahr.

Als erstes regen die Amygdala und der Hypothalamus, zwei Gehirnareale, gemeinsam eine schnelle Hormonausschüttung an. Diese Signale geben den Nebennieren vor, sogenannte „Stresshormone“ freizusetzen: Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol. Adrenalin und Noradrenalin gelangen innerhalb weniger Minuten ins Blut und erhöhen die Reaktionsfähigkeit des Körpers. So erhöht Adrenalin die Herzfrequenz, den Blutdruck und die Atmung, um den Körper auf eine mögliche Flucht- oder Kampfsituation vorzubereiten. Cortisol hat eine längerfristige Wirkung auf den Körper. Es erhöht den Blutzuckerspiegel, um dem Körper Energie zur Verfügung zu stellen. Zudem unterdrückt es vorübergehend das Immunsystem, um Ressourcen zur Bewältigung der Situation freizusetzen.

Durch dieses System der Hormonausschüttung wird der Körper in die Lage versetzt, zu kämpfen oder zu fliehen. Sobald die Stresssituation vorbei ist, erfolgt der Abbau der Stresshormone und die körperlichen Reaktionen normalisieren sich. Der Körper kann entspannen. 
Aber Achtung! Befinden wir uns dauerhaft in gestressten Situationen, kann das negative Folgen auf unsere Gesundheit haben wie z.B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Stoffwechselstörungen, Suchterkrankungen, Magen-Darm-Probleme oder höhere Infektanfälligkeit. 

Wie können wir mit Stress umgehen?

Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich die Unterrichtseinheit zum Thema Stressbewältigung des Moduls „Suchtprävention an Berufsbildenenden Schulen“ (SPecht). Die Unterrichtseinheit enthält „Experimentekarten“ mit denen die Teilnehmenden Stressbewältigungsmethoden praktisch ausprobieren können. Einige Methoden stellen wir zum Mitmachen in den nächsten Wochen auf unserem Instagram-Kanal 687265663D2268747470733A2F2F7777772E696E7374616772616D2E636F6D2F6C616E646573666163687374656C6C657072616576656E74696F6E6E72772F223E406C616E646573666163687374656C6C657072616576656E74696F6E6E72773C2F613E vor.


HABEN SIE FRAGEN ?

Rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns bei Fragen zu unseren Angeboten, zur Beratung oder Terminvereinbarung.
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 08:00 bis 15:00 Uhr
Termine in der Jugendberatung nach Vereinbarung

Nehmen Sie Kontakt auf