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Blauender Kahlkopf © Alan Rockefeller/Mushroom Observer- Blauender Kahlkopf © Alan Rockefeller/Mushroom Observer -

Psilocybinhaltige Pilze

Pilze, die die halluzinogenen Wirkstoffe Psilocybin oder Psilocin enthalten, werden als Magische Pilze ("Magic Mushrooms"), Zauberpilze oder Schwammerl bezeichnet. Es gibt über 100 verschiedene Pilzarten mit diesen Wirkstoffen. Psilocybin sowie Psilocin unterliegen dem BtMG. Das bedeutet, dass bereits der Anbau der Pilze unter Strafe steht.

Die Azteken waren die ersten, die psilocybinhaltige Pilze sowohl zu rituellen als auch zu profanen Zwecken als Rauschdroge verwendeten. Sie nannten die Pilze Nanacatl oder Teonanacatl, was "Speise der Götter" bedeutet. Heute noch existierende Indianerstämme nutzen Pilze nur noch selten zum Rausch, mexikanische und südamerikanische Curanderas (Heilerinnen) versetzen sich mit dem Psilocybin haltigen Pilz bis heute in Trance.

Psychoaktive Pilze sind auf der ganzen Welt verbreitet, innerhalb Deutschlands bevorzugt im Spätsommer in Nadelwäldern. Hierzu gehören u.a. Kahlköpfe, Düngerlinge und Risspilze.

Die chemischen Strukturen der Hauptwirkstoffe sind eng mit denen von LSD verwandt (vgl. www.drugcom.de/drogenlexikon/psilocybin).

Die Pilze aus der Gruppe der Halluzinogene rufen im Zentralnervensystem (Pseudo-)Halluzinationen hervor. Der Wirkstoffgehalt unterliegt starken Schwankungen und ist immer abhängig von Art, Herkunft und "Alter" des Pilzes. Nach der oralen Aufnahme entsteht durch den Stoffwechsel im Körper das Abbauprodukt Psilocin, welches die halluzinogene Wirkung hervorruft.
Psilocybinhaltige Pilze werden getrocknet oder frisch konsumiert. Sie können zwar pur verzehrt werden, sind so jedoch ungenießbar, weshalb sie meist in anderer Form oder Zubereitung konsumiert werden:

  • beim Essen, z.B. als Bestandteil einer Mahlzeit,
  • beim Trinken, z.B. am Stück oder zermahlen in heißem Tee,
  • in einer Kapsel, fein gemahlen in Kapseln zum  Schlucken,
  • beim Rauchen, zerkleinert und unter den Tabak gemischt.

Wirkung und Folgen

Das Wirkspektrum hängt stark von der Dosierung, der Konsumform und der Verfassung und individuellen Erwartungshaltung der konsumierenden Personen ab. Grundsätzlich wirken "Zauberpilze" halluzinogen, d.h. sie rufen tiefgreifende Veränderungen der Wahrnehmung hervor.

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Rechtliches

Besitz, Verkauf und Herstellung von Psilocybin und psilocybinhaltigen Pilzen sind ohne Sondergenehmigung illegal. Besitz und Weitergabe mit dem Ziel, sich oder andere zu berauschen, ist ebenfalls illegal.



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