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Konsum von Alkopops ist rückläufig


Diese Studie wurde
bereits vorgestellt im
Transfer Newsletter Nr. 16

 

Quelle

Entwicklung des Alkoholkonsums bei Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der Konsumgewohnheiten von
Alkopops. Kurzbericht BZgA Köln 2005
www.bzga.de/bot_Seite1417.html  

Beschreibung

Der Konsum spirituosenhaltiger Alkopops ist bei den 12- bis 17-jährigen Jugendlichen sowohl die Menge als auch die Häufigkeit betreffend,
signifikant zurückgegangen. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Telefonumfrage im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Dabei wurden Daten von 3001 Jugendlichen und jungen Erwachsenen
mit den Daten der Drogenaffinitätsstudie von 2004 verglichen. Der Anteil der Jugendlichen, die im letzten Jahr
spirituosenhaltige Alkopops konsumiert haben, sank von 48% auf 39% (von 52% auf 44% bei den weiblichen Jugendlichen und von 46% auf 35%
bei den männlichen Jugendlichen). In der Gruppe der 12- bis 15-jährigen Jugendlichen war der Rückgang des Konsums dieser Getränke besonders
stark ausgeprägt. Gab im Jahr 2004 hier noch jeder Fünfte an, mindestens einmal im Monat spirituosenhaltige Alkopops zu trinken, traf dies bei der aktuellen Befragung nur noch auf jeden zehnten Jugendlichen zu. Von den 12- bis 17- Jährigen, die weniger oder gar keine Alkopops mehr kaufen, geben 63% als Grund dafür die gestiegenen Preise an. Für 40% ist die bessere Aufklärung über die gesundheitlichen Auswirkungen ausschlaggebend und weitere 27% geben an, dass man beim Kauf nun häufiger nach dem Alter gefragt wird. Fast jeder Vierte berichtet darüber, dass spirituosenhaltige Alkopops im Freundeskreis nicht mehr in seien.
Hinsichtlich wein- und bierhaltiger Alkopops ist ein Rückgang von 43% im Jahr 2004 auf 39% im Jahr 2005 zu verzeichnen. Es sind vor allem die
Mädchen, die diese Getränke weniger konsumieren (Rückgang von 43% auf 36%).
Alkopopspulver, das in Wasser aufgelöst zu einem fertigen Getränk wird, wurde von weniger als 1% der Jugendlichen konsumiert und spielt
damit kaum eine Rolle. Der Konsum von Bier und Spirituosen blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant, Wein/Sekt und Cocktails/Longdrinks wurden weniger getrunken. Riskante Konsummuster bezüglich Alkohol gehen insgesamt zurück, obwohl die Einschätzung der Gefährdungen beispielsweise durch Binge drinking, definiert als Konsum von 5 oder mehr Gläsern Alkohol hintereinander, von den Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr als geringer eingeschätzt werden.
Den 22 Seiten umfassenden Bericht findet man unter: http://www.bzga.de/bot_Seite1417.html

 

Autoren

Anja Meurer,
ginko, Mülheim an der Ruhr