HipHop-Workshops zur Prävention des Alkoholmissbrauchs

19.01.2012  von AK

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ wurden im Jahr 2011 erstmalig in mehreren Regionen HipHop-Workshops mit Jugendlichen zum Thema „Alkohol“ durchgeführt und zwar analog der etablierten und bewährten Vorgehensweise der LOQ-Workshops zum Thema "Rauchen".

Im Jahr 2012 wird dieses neue Modul im Rahmen von Aktionstagen fortgesetzt.

Ziele

Die HipHop-Workshops werden in der Regel in Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen umgesetzt. HipHop verkörpert eine breite Jugendkultur, die thematisch ein vielfältiges Spektrum für die Beschäftigung in der Freizeit sowie im (fächerübergreifenden) schulischen Unterricht bietet.

Anhand von HipHop-Texten und der Verwendung jugendsprachlicher Elemente können nicht nur Versmaße und Rhythmusgefühl erarbeitet und vermittelt werden, sondern auch der Spaß am eigenen Reimen und an selbstbewusst vorgetragenen, ausdrucksstarken Refrains. Jugendliche erleben hier die Fähigkeit, eigene Gedanken und Gefühle sprachlich zu fassen und sich darüber mit anderen auszutauschen.

Im Rahmen der suchtpräventiven Arbeit können Jugendliche motiviert und befähigt werden, sich selbst, d.h. ihren Gedanken und Gefühlen, ihren Freuden und Ängsten, ihren Träumen und Visionen Ausdruck zu verleihen und darüber in ihrem Selbst- und Identitätsfindungsprozess gestärkt werden.

Die Jugendlichen setzen sich im Rahmen des Workshops mit dem Thema „Alkoholkonsum“ auseinander, texten/reimen dazu einen Rap und nehmen diesen anschließend unter professioneller Begleitung auf.

Das eigene (Konsum-)Verhalten sowie Beobachtungen im sozialen und räumlichen Umfeld werden von den Jugendlichen reflektiert und gemeinsam textlich „verarbeitet“. Im Austausch werden verschiedene Ursachen für den Alkoholkonsum und Umgangsformen mit dem Alkohol diskutiert, zusätzlich erhalten sie Informationen über die Risiken des Alkoholkonsums. Einschränkende Vorgaben gibt es nicht, Texte, die zu missbräuchlichem Alkoholkonsum, Gewalt und/oder Diskriminierung aufrufen. Sind jedoch ausgeschlossen.

Die einstudierten Raps werden von Profi HipHoppern als Trainer aufgezeichnet, aufbereitet und den Jugendlichen zur eigenständigen Verbreitung über Social Media zur Verfügung gestellt.

Zielgruppe: ca. 13- bis 18-jährige Mädchen und Jungen (max. 10 Personen)

Settings: Schule, Jugendfreizeit-Einrichtungen (ggfs. Jugendhilfe-Einrichtungen), Jugendverbände u.a.

Ablauf

Der Workshop besteht in der Regel aus zwei Teilen: Im ersten Teil erarbeiten die Jugendlichen in der Schule (Unterrichtsstunden, Projekt) bzw. in der jeweiligen Einrichtung gemeinsam mit einer Lehrkraft bzw. einer anderen Leitungsperson die Grundlagen für die späteren Songtexte. Im zweiten Teil produzieren sie ihren Song im Zusammenarbeit mit erfahrenen Rappern. Dieser Teil dauert ca. 5 Zeitstunden. Die musikalischen Workshopleiter sind pädagogisch erfahrene Musiker/Rapper und u.a. auch Produzenten.



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