Trauer und Entsetzen statt Tanzen und Feiern auf der Loveparade
26.07.2010
von BB
„Harm Reduction" war das Ziel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Drogen-, Sucht- und Aidsberatungsstellen von Duisburg und weiteren Kommunen in NRW (Moers, Bielefeld, Mülheim, Wesel). Rund um das „ginkomobil" und das „Triplounge Zelt" wurden zahlreiche Aktivitäten zum Thema Suchtgefährdung angeboten.
Über mehrere Stunden wurden Quizbögen ausgefüllt, das Glücksrad gedreht, darüber nachgedacht, wie das Leben in 25 Jahren aussehen könnte, Ohrstöpsel und Präservative verteilt, insgesamt viele gute Gespräche geführt und das alles in friedlichster Stimmung. Dann war plötzlich alles ganz anders. Die Nachricht der Massenpanik mit vielen Toten sickerte durch. Das Anliegen „Suchtvorbeugung" erschien plötzlich ganz klein. Auch aus Deeskalationsgründen wurde „der Betrieb", so auch der Stand, noch für einige Stunden aufrecht erhalten, aber niemand mochte mehr Jugendliche nach ihrem Leben in 25 Jahren fragen...
Offensichtlich hat der Veranstalter nicht zur „Harm Reduction" beigetragen. Wir trauern mit den Betroffenen.

Fragebögen werden ausgefüllt

Beratungsangebot am ginkomobil
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